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Mein Brustkrebstagebuch Brustkrebs Tagebuch

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Ich habe seit 2006 Brustkrebs, inzwischen unheilbar . . . .
Einleitung, technisches und die Vorgeschichte findet man H I E R
Wer hier ganz neu ist und kommentieren möchte, sollte da mal reingelesen haben :)


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Hier klicken zum ersten Eintrag Okt.2006

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Medizinisches:
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Wechseljahre

psych…..

Cortison

Peritonealmetastasen/Peritonealkarzinose

Radionuklidtherapie, Ganzkörperszintigramm

Metastasen,Knochenmetastasen, Rezidiv

Narkose/Narkoseangst

Schmerztherapie / Methadon D L

Hospiz // Palliativ –Station -Pflege Erklärungen

Werbeaufreger „Uups Momente“ oder Der Beckenboden

Port/Portkatheder



Freunde sind Engel, die uns wieder auf die Beine helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben wie man fliegt.
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Verfasst am 14.01.2017 17:44:19 Uhr
#metastasierter Brustkrebs #Nebenniereninsuffizienz #Tod #Lungenmetastasen #Periatonealkarzinose #Knochenmetastasen #Xeloda #Capecitabine #Cortison #Morbus Addison #Arthrosen #Gastroskopie #Magenspiegelung

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Magenspiegelung/Gastroskopie

Ich habe es hinter mir und es ist gut gelaufen. In jeder Hisicht.
Von der Spiegelung selbst, habe ich rein gar nichts mitbekommen. Als ich wieder wach war, war ich bereits „entnadelt“ und hatte den fertigen Arztbrief auf dem Nachtisch. Es gab keinerlei Nachwirkungen. Klar war ich den rest des Tages ein wenig müde und habe einen ausgedehnten Mittagsschlaf gemacht, aber das war es dann auch schon.
Das Ergebnis ist eine ausgedehnte und ausgeprägte Magenschleimhautentzündung und ein extrem verzögerter Abtransport des Mageninhaltes. Auf jeden Fall nix krebsiges weit und breit. Jetzt bekomme ich ein paar Medis zusätzlich und dann kann ich auch dieses Kapitel einfach wieder vergessen. Selbstverständlich gibt es ganze Menge an Erklärungen, woher und warum ich das jetzt habe. Am Ende ist das völlig unwichtig. Es wird behandelt, verschwindet wieder und ich weiß nun, woran ich mit diesem Magenproblemen bin. Da hätte jetzt auch ein dickes fettes Geschwür sein können, in Zusammenhang mit dem Brustkrebs oder auch nicht . . . das wären dann ganz andere Aussichten. Also alles gut. Diese Schleimhautentzündung ist keine Überraschung und sehr gut therapierbar. Ebenso gut erklärlich ist das Abtransportproblem und auch das ist gut zu behandeln.
Organisatorisch ist auch alles gut gelaufen und der Umgang mit mir als Patientin war völlig in Ordnung. Nix zu meckern. Meine Entscheidung, die Spiegelung dort machen zu lassen, war richtig. Das Ergebnis könnte auch nicht wirklich viel besser sein.
Also auf zur nächsten Baustelle.


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Verfasst am 27.12.2016 16:54:22 Uhr
#metastasierter Brustkrebs, #Chemotherapie, #Nebenniereninsuffizienz, #Lungenmetastasen, #Peritonealkarzinose, #Knochenmetastasen, #Tod
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Probleme/Termine abarbeiten

Der erste Termin in Sachen Magen, ist gut gelaufen. Ich hatte nach dem Gespräch mit dem Onkologen einen Termin in der entsprechenden Ambulanz eines Krankehauses gemacht. Es macht keinen Sinn, mit den vorliegenden Symptomen, in eine Praxis zu tippeln, denn wenn da irgendetwas gefunden wird, das weitere Aktionen verlangt, werde ich eh in eine Klinik weitergeschickt. Also spare ich mir diesen Schritt.
Ich hatte den Termin in dem gleichen Krankenhaus, in welchem ich meinen Stent losgeworden bin. Ich habe mich dort bei den Urologen sehr gut aufgehoben gefühlt und in den von mir besuchten Abteilungen ist alles gut gelaufen. Also lag es jetzt nahe, in Sachen Magen, in die gleiche Klinik zu gehen. Eine gute Abteilung ist zwar keine Garantie, aber es ist einen Versuch wert.
Mir ist nun seit einigen Wochen immer wieder speiübel. Über viele Stunden. An manchen Tagen fast ständig, an anderen Tagen überhaupt nicht. Ich konnte mit ein wenig rumbasteln an der laufenden Therapie ein wenig Besserung erreichen, aber nicht nachhaltig. Außerdem habe ich immer mal wieder richtig Magenschmerzen, ziemlich auf einem Punkt. Aber auch nicht ständig und immer. Manche Bissen machen beim Weg in den Magen, Schmerzen. Nicht schlimm und auch nicht immer, aber eben auch nicht normal. Insgesamt nun doch so ständig und nachhaltig, dass man, gerade auch mit dem Lymphknoten im CT („Lymphknnoten li. lateral des Truncus coeliacus mit imhomogener KM-Aufnahme“) jetzt mal nachsehen lassen muss. Lieber ein wenig früher als spöter, wobei ich eh schon eine ganze Zeit mit den Symptomen rumbastel. Nach dem Gespräch mit dem Onkologen, war es jetzt also echt an der Zeit, das mal mit Fachmännern anzugehen.
Eine Wartezeit war nicht vorhanden, was ich immer wieder absolut begeisternd finde. Der Arzt mit dem ich zu tun hatte, hat aufmerksam zugehört, Notizen gemacht und Fragen gestellt. Er hat sofort die gesamte Situation erfaßt und ich musste mal gar nicht viel erklären.
Jetzt habe ich einen Termin für eine etwas erweiterte Magenspiegelung bekommen. Das bedeutet, es wird nicht nur mit einer Kamera in meinen Magen gesehen, es wird vor Ort, gleich noch ein Ultraschall der dann ja direkt anliegenden Organe gemacht. Das bedeutet, man hat vom Magen aus, per Ultraschall eine sehr gute Sicht auf Leber und Bauchspeicheldrüse. Man kann diese anliegenden Organe viel besser als bei CT oder Ultraschall von außen sehen und beurteilen. Sollten meine aktuellen Probleme also auch, oder nur mit einem dieser Organe zu tun haben, könnte man bei Bedarf, gleich auch entsprechende Proben entnehmen. Im letzten CT war ja ein Lymphknoten im Bauchraum aufgefallen. Dieser Lymphknoten könnte der Hinweis darauf sein, dass eben in genau dem Bereich, Magen, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse und Leber, etwas vor sich geht. Da dieser Lymphknoten in den vorangegangenen CT nicht aufgefallen ist und meine Symptome ja auch noch recht neu sind, spricht das alles für einen Zusammenhang.
Also macht es Sinn, jetzt nicht einfach nur eine nullachtfünfzehn Magenspiegelung zu machen, sondern den Vorteil, sehr in der Nähe der in Frage kommenden Organe zu sein, auch noch zu nutzen.
Am Ende ist mir völlig egal was raus kommt. Ich wäre ganz froh, wenn man eine schlüssige Ursache für meine neuen Symptome findet und einen nicht allzu aufwendigen Weg, mir diese zu nehmen. Es wäre ganz schön, wenn an der grundsätzlichen Therapie nicht rumgemacht werden muss und ich einfach nur ein paar Pillen oder Tropfen oder sonst was, zusätzlich bekomme. Wenn es nicht so ist, dann ist das eben so. Ändern kann ich das eh nicht. Ich kann nur wieder versuchen, wenn es dann Klarheit über Auslöser gibt, meinen Kopf durch zu setzen. Ganz egal was da rauskommt. Es wird mir kein Port mehr eingebaut und daher gibt es auch keine entsprechende Chemo. Völlig egal wer, was dazu sagt oder meint. Das gilt auch für die Lungensache, die danach ansteht.
Ich habe das Gefühl, bei diesen Magenleuten in guten Händen zu sein und der Rest wird sich zeigen. Wie gesagt, ich bin entspannt, will einfach nur Klarheit und nach Möglichkeit die Symptome wieder los werden. Wenn das nicht möglich ist, werde ich neu nachdenken.
Der Termin ist in gut zwei Wochen. Die Spieglung wird ambulant gemacht und es gibt keine richtige Narkose, sondern nur einen leichten Dämmerschlaf. Nicht pralle, aber geht auch vorbei. Ich hatte vor vielen, vielen Jahren schon mal eine Magenspiegelung, damals allerdings ohne irgendwelchen Schlaf- oder Betäubungskram. So schlimm, wird es also nicht wieder werden. Wahrscheinlich.
Sobald das dann alles geklärt ist, steht die Klärung der Lungenprobleme an. Aber schön Eins nach dem Anderen.

Jetzt kommen erst mal noch ein paar Kinder/Baby-Termine, dann wieder ein paar ruhige Tage und dann ist erst mal der Magen dran.

Allen die den Jahreswechsel feiern, wünsche ich viel Spass.
Ich hoffe, dieses Jahr läuft das gesamte und gemeinschaftliche Feiern etwas leiser und weniger ausfällig ab. Ich bin da zwar nicht wirklich optimistisch, aber ich würde es mir wünschen. Für Diejenigen die gerne in Gruppen, draussen und zusammen feiern, wäre es schön, wenn das etwas entspannter ablaufen könnte. Auch wenn ich selbst damit so gar nichts anfangen kann, habe ich doch viel Verständnis, für andere Sichtweisen.
Diese in meinen Augen komplett schwachsinnige Rumballerei, hat heute schon angenfangen. Meine Katzenlady fällt da vor Schreck jedes Mal fast von Ihrer Schlafplattform auf ihrem neuen Kletter- und Kratzbaum. Ich bekomme dann immer vorwurfsvolle Blicke, als ob ich diese Knallerei abstellen könnte. Leider kann ich ihr da nicht helfen. Das wird erfahrungsgemäss in den nächsten Tagen noch zunehmen. Ich finde es irgendwie auch verwunderlich, wieviele Menschen dann doch so viel Geld haben, dass sie es ohne Probleme, so deutlich sicht- und hörbar verbrennen. Die Idee, seine Leiche (also die Asche ! ) in ein Feuerwerk packen zu lassen, finde ich hingegen irgendwie witzig. Da kann man es dann ein letztes Mal, richtig knallen lassen. Für mich wäre das allerdings keine Option.


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Verfasst am 24.12.2016 13:46:36 Uhr
#Brustkrebs Stadium IV #metastasierter Brustkrebs #unheilbar #Nebenniereninsuffizienz #Morbus Addison #Knochenmetastasen #Lebermetastasen #Peritonealkarzinose #Lungenmetastasen #Chemotherapie #Xeloda #Tod
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Erneut ein neues Jahr

Wer hätte gedacht, dass ich auch noch ein siebtes Jahr mit Metastasen erlebe. Das vergangene Jahr hat sich nicht wesentlich von den vorangegangen Metastasen-Jahren unterschieden. Es gab Höhen und Tiefen. Aber insgesamt gab es keine wesentlichen Änderungen. Ich bin diese nervige Harnleiterschiene wieder dauerhaft los geworden. Das war ein nicht erwarteter Fortschritt. Der Weg dahin war nicht gerade begeisternd, aber egal. Das Ergebnis zählt.
Insgesamt ist es immer das Gleiche. Ein Problem wird gelöst und kaum hoffe ich mal auf eine ruhigere Zeit, taucht das nächste Problem auf. Aus Arztpraxen länger weg zu bleiben, ist nicht mehr möglich. So nervig das auch ist, aber es tauchen eben immer wieder Probleme auf, die geklärt und angegangen werden müssen. Ich habe mich damit abgefunden. Es gibt Dinge die sind zu ändern und da gehe ich auch dran und es gibt Dinge an denen kann man in meiner Situation einfach nichts mehr ändern und mit diesen, versuche ich mich zu arrangieren. Gegen meine ganzen Gelenkprobleme, kann man nichts mehr tun. Bei einem ansonsten gesunden Menschen, gäbe es noch Optionen, aber eben nicht für mich. Es gibt einfach Dinge, bei denen mich der Kampf mehr Kraft kostet, als notwendig. Also lasse ich es.
Das alles wird im nächsten Jahr nicht wesentlich anders verlaufen. Es kann natürlich auch im nächsten Jahr sein, dass die bisherige Therapie nicht mehr funktioniert und alles viel schneller geht als bisher. Es kann aber auch sein, dass alles noch ein weiteres Jahr funktioniert. Wie es auch kommt, es ist für mich ok. Ich habe schon jetzt, deutlich länger gelebt, als zunächst angenommen und statistisch wahrscheinlich war. Ich kann über meinen Zustand nicht jammern. Ich wirke nach außen noch immer gesund. Es gibt keine Hinweise für große gesundheitliche Veränderungen oder Überraschungen.
Die aktuellen Probleme mit Ernährung und Luft, sind sozusagen in Arbeit und da wird sich sicher irgendeine Lösung finden lassen. Ich bin mir auch noch nicht sicher, in wie weit das Konsequenzen der Behandlung an sich sind, oder eben ansonsten auch überhaupt nichts mit meiner Krebserkrankung zu tun haben. Krebs und Metastasen zu haben, schützt mich ja nicht vor all den Erkrankungen, die Menschen in meinem Alter nun mal bekommen können. Es wird im kommenden Jahr alles ungefähr so weitergehen, wie in den letzten Jahren. Wahrscheinlich.

Ganz unabhängig von Krebs, Metastasen und überhaupt Gesundheit, war das letzte Jahr ein ganz gutes Jahr. Ich durfte einen tollen Urlaub am Meer verbringen. Meine Katzelady hat weiter Vertrauen gefaßt und fühlt sich ganz offensichtlich immer wohler hier. Mein Garten sieht langsam so aus, wie ich mir das bei meinenm Einzug hier, so vorgestellt hatte. So verhält sich das auch mit meiner Wohnung. Mein menschliches Umfeld ist weitgehend unverändert. Auf meine Freunde kann ich mich verlassen. Egal ob nah oder fern. Wenn ich Probleme habe oder mal wieder an einem Problem zu verzweiflen glaube, irgendwer hat die rettende Idee oder Hilfe für mich. Das ist unbezahlbar. Ich bin sehr stolz auf den Freundeskreis der sich hier um mich aufgebaut hat.
Das Babysitten und Kinderhüten ist nach wie vor, ein tolle Sache für mich. Meist wissen die Familien nichts von meiner Situation, weil das auch in diesem Fall überhaupt nicht notwendig ist. Das bietet mir immer wieder absolut krebsfreie Zeit in der es nur um die Kids und die Eltern geht. Dass ich dabei auch noch den Eltern hilfreich bin und sie unterstützen kann, ist einfach eins super Sache. Mir macht es Spass und hilft mir manchmal auch durch schwerere Zeiten und den Eltern wird ein wenig geholen. Das nennt man in neudeutsch ja win-win Situation.
Alle schriftlichen Dinge, gehen eben ihren Weg. Vieles ist komplett überflüssig und lästig, muss aber trotzdem erledigt werden. Das Problem mit der Nachbarschaft hat sich, nachdem ich einfach überhaupt nicht reagiert habe, einfach in Luft aufgelöst. Die juristische Auseinandersetzung läuft im Hintergrund weiter und auch da kommen immer mal wieder irgenwelche Papiere angeflattert. Aber auch dieses Thema ist in meinem Kopf ganz weit hinten und unten und ich werde da keinerlei Kräfte mehr investieren. Es kommt wie es kommt. Ich gebe nicht auf, aber ich investiere auch nicht mehr meine eigene Kraft.

Über das was in der Welt so los ist, mag ich nicht sehr viel schreiben und auch nicht lange oder intensiv nachdenken. Es ist einfach nur schlimm. Egal ob es um große oder kleine Auseinandersetzungen geht. Wie Menschen miteinander und der Umwelt umgehen ist einfach nur schlimm.
In großen Bereichen Europas wird in diesen Tagen Konsum bis zum Erbrechen betrieben und gar nicht so sehr weit weg, verhungern Menschen und bringen sich gegenseitig um.
Alleine der Konstrast zwischen einer normalen Nachrichtensendung und der Werbung davor und danach (gerade in der Weihnachtszeit), läßt mich an der Menschheit mehr als zweifeln. Menschenleben verachtendes Verhalten wird immer alltäglicher. Egal wo auf der Welt.
Völlig egal was früher war und ob irgendetwas besser oder schlechter war, so wie es zur Zeit auf der gesamten Erde zugeht, ist einfach nur fürchterlich. Aber Hauptsache es wird mit Unmengen von Geld und Ressourcen nach neuen Planeten für diese asoziale parasitäre Menschheit gesucht.

Die anstehenden Feiertage sind für mich Tage ohne Termine und ich lasse es mir entspannt, zuhause gut gehen. Das ist wegen der Ernährungsprobleme nicht ganz so einfach, aber es geht.
Ich weiß, dass die kommenden Tage für viele Menschen Familie, zusammen feiern und überhaupt mal wieder zusammen sein bedeutet.
Für mich nicht. Für mich sind diese Tage nicht wirklich anders als sonst auch. Ich kann mit diesem ganzen Weihnachtskram einfach nichts anfangen. Das wird sich auch nicht mehr ändern. Ich kann aber durchaus verstehen, dass es Menschen gibt, für die diese Tage, etwas besonderes sind.
Ich wünsche Allen, dass sie die Zeit so verbringen können, wie sie es sich vorstellen. Harmonisch und friedlich. Jedem auf seine Art und Weise.


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Verfasst am 05.12.2016 11:11:40 Uhr
#Brustkrebs Stadium IV #metastasierter Brustkrebs #Nebenniereninsuffizienz #Knochenmetastasen #Chemotherapie #Xeloda #Lungenmetastasen #Peritonealkarzinose #Methadon DL
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Kurz melden

Es gibt nichts zu berichten. Die gesamten noch anstehenden Arzttermine werden erst im neuen Jahr stattfinden. Es geht mir unverändert. Ich bin weiterhin genervt von der Jahreszeit und wäre lieber im Winterschlaf. Da das nicht geht, läuft eben alles wie immer.
Jetzt sind es noch ein paar Tage bis zur Wintersonnwende und dann geht es langsam wieder aufwärts mit den hellen Stunden. Alles was mit Weihnachten zu tun hat, interessiert mich nicht und auch das ist bald überstanden.
Die ehrenamtlichen Termine mit den Kindern laufen unverändert weiter. Da ändert sich immer mal wieder die Familie und das Kind für das ich dann zuständig bin. Je nach Kind, ändert sich auch das was ich mit dem jeweiligen Kind an den entsprechenden Terminen dann unternehme, aber so riesig sind die Unterschiede für mich dann nicht. Es macht mir noch immer viel Freude und die Mütter sind entlastet. Das möchte ich gerne so lange wie es geht, weitermachen.  
Der weitgehend sinnbefreite Papierkrieg geht auch immer weiter. Ich bekomme mehr oder weniger regelmässig, von irgendeiner Behörde irgendwelche Papiere mit denen immer wieder mein „Zustand“ kontrolliert und überprüft wird. Ich bin bemüht, das immer so schnell wie möglich zu erledigen und ab zu haken. Es nervt aber trotzdem oft, weil es einfach so überflüssig ist.
Wegen des Prozeß gegen die Uniklinik, wurde jetzt mal wieder ein Gutachter beauftragt. Aber ich rechne da inzwischen eigentlich mit überhaupt nichts mehr. Ich habe mich darauf eingestellt, wenn ich recht bekommen sollte, wird die Gegenseite eine Instanz weiter gehen und für mich kommt da am Ende überhaupt nichts bei rum. Die Gegenseite wird dieses Spiel so lange weiter spielen, bis ich tot bin. Daher werde ich keine Kraft und Nerven mehr investieren. Unser gesamtes Gesundheitssystem ist kaputt. Es geht nur noch um Geld und Steigerung von Gewinnen. Klar haben wir noch immer eines der besten Systeme auf der Welt, was die theroretischen Möglichkeiten und das Fachwissen betrifft, aber das war es dann auch schon. Die Privatisierung hat die grundsätzliche Sicht- und Arbeitsweise umgekehrt und damit den Untergang des bisherigen Systemes angestossen. Ich bin froh, wenigstens nicht mehr in diesen System mein Geld verdienen zu müssen. So sehr ich meinen Beruf geliebt habe, so wie es jetzt dort überall zugeht, bin ich froh, nicht mehr mitmachen zu müssen. Ich muss nicht auch noch ein Teil dieses kranken Systems sein. Patientin sein zu müssen, ist manchmal wirklich schon genug.

Es gibt also wirklich nichts neues.


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Verfasst am 25.11.2016 23:44:26 Uhr
#metastasierter Brustkrebs #Nebenniereninsuffizienz #Tod #Lungenmetastasen #Periatonealkarzinose #Knochenmetastasen #Xeloda #Capecitabine #Cortison #Morbus Addison #Arthrosen
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Stand der Dinge

Zuerst das Wichtige:
Es gibt in der Leber gar nichts mehr zu sehen was mit Metastasen zu tun haben könnte. In der Lunge ist die Größenzunahme aller Metastasen, weiterhin im Millimeterbereich. An der Knochenmetastasierung gibt es keine Veränderung und die Frakturgefahr wird weiterhin als gering eingechätzt. Das linke Hüftgelenk ist durch die Arthrose inzwischen hochgradig geschädigt, wovon ich aber kaum etwas merke. Im Kopf und sonst so, ist alles „altersentsprechend“ und es gab von Kopf bis Fuß, nichts weiter zu sehen um das man sich sorgen oder kümmern müßte.

Der Radiologie-Praxiswechsel hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich habe dort, obwohl ja auch wieder der Kopf durch die Röhre musste, nur ein Mal Kontrastmittel gespritzt bekommen. Ich musste nur einen mittelgroßen Becher Kontrastmittel, unmittelbar vor der Untersuchung, trinken. Ich war nach einer Stunde mit den Bildern in der Hand, wieder raus aus der Praxis.

Jetzt stehen dann eine Magenspiegelung und ein Termin bei Lungen-Krebs-Fachleuten an. Das hat aber in beiden Fällen nicht unbedingt direkt mit dem Krebs zu tun. Eher die Folgen der Therapie und des unerwartet noch immer andauernden Lebens unter diesen Umständen. Diese Termine gehe ich langsam an und muss auch erst noch die ganzen Termine ausmachen und dann die entsprechenden Unterlagen zusammenpacken. Das hat keine wirkliche Eile, muss aber angegangen werden.
Meine Laborwerte sind weiterhin wie im Lehrbuch. Alle, durch die Bank.
Mein Krebstod ist jetzt also erst mal wieder verschoben und wenn es keine neuen Symptome gibt, wird die nächste CT-Kontrolle wieder in etwa sechs Monaten laufen.


Der Knüller war heute, in der Praxis meines Onkologen, am Tresen, bei den „Damen“. Ich habe noch auf Rezepte gewartet und es gab ein wenig Small-Talk. Es ging so ein bisschen darum, dass ich eben trotz allem noch lebe und das in einem guten Zustand . . . . da krähte die von mir möglichst gemiedene Dame aus dem Hintergrund, ich hätte das mir zuzuschreiben und ich wäre ja nur noch am Leben, weil ich mich durchgesetzt und durchgekämpft hätte und von Anfang an, alles nach meinem Kopf laufen würde . . . . was sie gut findet und für richtig hält und man müsste eben immer für sich einstehen und kämpfen . . . .
Mit genau dieser Dame hatte ich von Anfang an, immer wieder die gleichen Schwierigkeiten, Probleme und Diskussionen bei denen sie mehrfach deutlich ihren Zuständigkeitsbereich verlassen und einfach nur dumm dahergeredet hat. Die hat mich mal bei Einkaufen am Telefon erwischt und wollte mir erklären, wer mein Hausarzt sei und ich musste etwa acht Mal und immer lauter werdend, erklären, dass sie die falsche Patientin angerufen hat . . . . boah das war echt peinlich . . . so beim Einkaufen, mitten im Laden . . . und die Dame hat mir einfach nicht zugehört und immer nur den gleichen Quark geredet . . . bis ich dann wirklich recht laut wurde und sie dann mal kurz ihr Hirn und Lesevermögen genutzt hat und mir dann schnell Recht gegeben und aufgelegt hat.
Daher war ich bei der aktuellen Aussage jetzt, erst mal sprachlos. Ausgerechnet Die läßt so einen Spruch und das noch in Anwesenheit der halben Praxis, los. Ich habe nicht reagiert und das Gesagte einfach im Raum stehen lassen.


Ansonsten geht alles weiter wie immer. Ich habe meine Kinder- und Baby-Termine und dabei oft viel Spass. Ich bin immer wieder irgendwas in meiner Wohnung am rumbasteln und verändern . .. so weit das eben körperlich noch machbar ist. Klar gibt es immer mehr Einschränkungen, aber das hat nicht nur und immer mit dem Krebs zu tun, ich werde einfach auch älter. Mein Bewegungsapparat war schon vor dem Krebs reichlich kaputt und das wird mit den Jahren und durch die Krebstherapie, auch nicht besser. Die Knochenmetastasen an der einen oder anderen Stelle sind auch nicht gerade förderlich. Aber wenn das Eine nicht mehr geht, muss ich eben etwas Anderes machen oder etwas bestimmtes anders lösen. Wenn etwas von mir überhaupt nicht zu wuppen ist, habe ich Freunde die helfen. Beim Umgang mit den Kindern, bin ich nicht eingeschränkt und da gibt es bisher noch keinerlei Probleme und alles klappt super. Da die Familien der Kids keine Ahnung von meinen Erkrankungen haben, ist das in jeder Hinsicht eine Ablenkung. Ich finde es super, dass ich noch immer als Gesunde durchgehe.

Naja, nebenher geht natürlich der Papierkram immer weiter. Es sind immer die gleichen Formulare, die ich ganz regelmässig immer wieder geschickt bekomme. Immer wieder wird mein „Zustand“ von den diversen Behörden überprüft. Das ist fast immer, einfach nur hirnlose Bürokratie, aber inzwischen fülle ich einfach aus, oder lasse eben irgendwelche Ärzte ihren Teil ausfüllen und schicke den Krempel möglichst schnell wieder zurück. Ärgern und aufregen nutzt so rein gar nichts. Da wurde einfach früher so viel Beschissen und Betrogen, dass die Ämter entsprechende Überprüfungen und Kontrollen eingeführt haben, dass da auch Erkrankte, bei denen es in Wahrheit völlig überflüssig ist zu kontrollieren, kontrolliert werden muss. Da kann der einzelne Sachbearbeiter nicht viel machen und muss eben tun, was getan werden muss. Und meine Situation, ist ja nicht gerade gewöhnlich. Also versuche ich mich auch davon nicht beeinträchtigen zu lassen und mir das jeweils immer schnell vom Hals zu schaffen.
Der Prozess gegen die Unklinik kommt nicht wirklich voran. Das Gericht hat nun einen Gutacher beauftragt. Der Gutachter muss jetzt die Unterlagen prüfen und dann seine Meinung dazu äußern. Das alles entzieht sich mir völlig. Ich versuche auch hiermit, gelasen umzugehen. Inzwischen habe ich festgestellt, je länger diese Sache dauert, umso mehr, geht es mir an die Nieren, mich mit den damaligen Vorfällen wieder beschäftigen zu müssen. Also versuche ich mich möglichst nicht damit zu befassen. Auch hier erledige ich einfach, was erledigt werden muss und versuche mich da emotional, nicht mehr drauf ein zu lassen. Das wird irgendwie ausgehen, Vermutlich nicht so, wie das mein Gerechtigkeitsgefühl gerne hätte. Damit werde ich dann klarkommen müssen und darauf versuche ich mich schon mal innerlich einzustellen. Am Ende ist das ein Kampf gegen Windmühlen und ich brauche meine Kräfte für ganz andere Dinge. Daran muss ich mich immer mal wieder festhalten und auch erinnern. In diesen Angelegenheiten sind meine Frust- und Toleranz- und Belastungsgrenzen, erheblich gesunken und ich muss da sehr auf mich aufpassen.
Ich (bzw. mein Anwalt) habe z. B. jetzt, nach über vier Jahren, endlich meine Krankenakte erhalten. Aber schon beim Ausdrucken gespürt, was das Lesen der damaligen Vorfälle, mit mir macht. Also werde ich mich nicht damit befassen. Wenn die Anwälte etwas übersehen oder nicht erkennen, dann ist das eben so. Ich schaffe es einfach nicht, knapp 300 Seiten Krankenakte durch zu arbeiten um Beweismaterial zu haben . . entweder können und machen das die Anwälte, oder eben nicht. Ich kann das kräftemässig einfach nicht und ich werde es auch erst gar nicht versuchen. Ich bin mir sicher, es macht Sinn, meine Kräfte zu hüten und auf sie aufzupassen. Wer weiß was noch kommt.


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