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Mein Brustkrebstagebuch Brustkrebs Tagebuch

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Ich habe seit 2006 Brustkrebs, inzwischen unheilbar . . . .
Einleitung, technisches und die Vorgeschichte findet man H I E R
Wer hier ganz neu ist und kommentieren möchte, sollte da mal reingelesen haben :)


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Hier klicken zum ersten Eintrag Okt.2006

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Medizinisches:
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Wechseljahre

psych…..

Cortison

Peritonealmetastasen/Peritonealkarzinose

Radionuklidtherapie, Ganzkörperszintigramm

Metastasen,Knochenmetastasen, Rezidiv

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Hospiz // Palliativ –Station -Pflege Erklärungen

Werbeaufreger „Uups Momente“ oder Der Beckenboden

Port/Portkatheder



Freunde sind Engel, die uns wieder auf die Beine helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben wie man fliegt.
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Verfasst am 05.12.2016 11:11:40 Uhr
#Brustkrebs Stadium IV #metastasierter Brustkrebs #Nebenniereninsuffizienz #Knochenmetastasen #Chemotherapie #Xeloda #Lungenmetastasen #Peritonealkarzinose #Methadon DL
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Kurz melden

Es gibt nichts zu berichten. Die gesamten noch anstehenden Arzttermine werden erst im neuen Jahr stattfinden. Es geht mir unverändert. Ich bin weiterhin genervt von der Jahreszeit und wäre lieber im Winterschlaf. Da das nicht geht, läuft eben alles wie immer.
Jetzt sind es noch ein paar Tage bis zur Wintersonnwende und dann geht es langsam wieder aufwärts mit den hellen Stunden. Alles was mit Weihnachten zu tun hat, interessiert mich nicht und auch das ist bald überstanden.
Die ehrenamtlichen Termine mit den Kindern laufen unverändert weiter. Da ändert sich immer mal wieder die Familie und das Kind für das ich dann zuständig bin. Je nach Kind, ändert sich auch das was ich mit dem jeweiligen Kind an den entsprechenden Terminen dann unternehme, aber so riesig sind die Unterschiede für mich dann nicht. Es macht mir noch immer viel Freude und die Mütter sind entlastet. Das möchte ich gerne so lange wie es geht, weitermachen.  
Der weitgehend sinnbefreite Papierkrieg geht auch immer weiter. Ich bekomme mehr oder weniger regelmässig, von irgendeiner Behörde irgendwelche Papiere mit denen immer wieder mein „Zustand“ kontrolliert und überprüft wird. Ich bin bemüht, das immer so schnell wie möglich zu erledigen und ab zu haken. Es nervt aber trotzdem oft, weil es einfach so überflüssig ist.
Wegen des Prozeß gegen die Uniklinik, wurde jetzt mal wieder ein Gutachter beauftragt. Aber ich rechne da inzwischen eigentlich mit überhaupt nichts mehr. Ich habe mich darauf eingestellt, wenn ich recht bekommen sollte, wird die Gegenseite eine Instanz weiter gehen und für mich kommt da am Ende überhaupt nichts bei rum. Die Gegenseite wird dieses Spiel so lange weiter spielen, bis ich tot bin. Daher werde ich keine Kraft und Nerven mehr investieren. Unser gesamtes Gesundheitssystem ist kaputt. Es geht nur noch um Geld und Steigerung von Gewinnen. Klar haben wir noch immer eines der besten Systeme auf der Welt, was die theroretischen Möglichkeiten und das Fachwissen betrifft, aber das war es dann auch schon. Die Privatisierung hat die grundsätzliche Sicht- und Arbeitsweise umgekehrt und damit den Untergang des bisherigen Systemes angestossen. Ich bin froh, wenigstens nicht mehr in diesen System mein Geld verdienen zu müssen. So sehr ich meinen Beruf geliebt habe, so wie es jetzt dort überall zugeht, bin ich froh, nicht mehr mitmachen zu müssen. Ich muss nicht auch noch ein Teil dieses kranken Systems sein. Patientin sein zu müssen, ist manchmal wirklich schon genug.

Es gibt also wirklich nichts neues.


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Verfasst am 25.11.2016 23:44:26 Uhr
#metastasierter Brustkrebs #Nebenniereninsuffizienz #Tod #Lungenmetastasen #Periatonealkarzinose #Knochenmetastasen #Xeloda #Capecitabine #Cortison #Morbus Addison #Arthrosen
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Stand der Dinge

Zuerst das Wichtige:
Es gibt in der Leber gar nichts mehr zu sehen was mit Metastasen zu tun haben könnte. In der Lunge ist die Größenzunahme aller Metastasen, weiterhin im Millimeterbereich. An der Knochenmetastasierung gibt es keine Veränderung und die Frakturgefahr wird weiterhin als gering eingechätzt. Das linke Hüftgelenk ist durch die Arthrose inzwischen hochgradig geschädigt, wovon ich aber kaum etwas merke. Im Kopf und sonst so, ist alles „altersentsprechend“ und es gab von Kopf bis Fuß, nichts weiter zu sehen um das man sich sorgen oder kümmern müßte.

Der Radiologie-Praxiswechsel hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich habe dort, obwohl ja auch wieder der Kopf durch die Röhre musste, nur ein Mal Kontrastmittel gespritzt bekommen. Ich musste nur einen mittelgroßen Becher Kontrastmittel, unmittelbar vor der Untersuchung, trinken. Ich war nach einer Stunde mit den Bildern in der Hand, wieder raus aus der Praxis.

Jetzt stehen dann eine Magenspiegelung und ein Termin bei Lungen-Krebs-Fachleuten an. Das hat aber in beiden Fällen nicht unbedingt direkt mit dem Krebs zu tun. Eher die Folgen der Therapie und des unerwartet noch immer andauernden Lebens unter diesen Umständen. Diese Termine gehe ich langsam an und muss auch erst noch die ganzen Termine ausmachen und dann die entsprechenden Unterlagen zusammenpacken. Das hat keine wirkliche Eile, muss aber angegangen werden.
Meine Laborwerte sind weiterhin wie im Lehrbuch. Alle, durch die Bank.
Mein Krebstod ist jetzt also erst mal wieder verschoben und wenn es keine neuen Symptome gibt, wird die nächste CT-Kontrolle wieder in etwa sechs Monaten laufen.


Der Knüller war heute, in der Praxis meines Onkologen, am Tresen, bei den „Damen“. Ich habe noch auf Rezepte gewartet und es gab ein wenig Small-Talk. Es ging so ein bisschen darum, dass ich eben trotz allem noch lebe und das in einem guten Zustand . . . . da krähte die von mir möglichst gemiedene Dame aus dem Hintergrund, ich hätte das mir zuzuschreiben und ich wäre ja nur noch am Leben, weil ich mich durchgesetzt und durchgekämpft hätte und von Anfang an, alles nach meinem Kopf laufen würde . . . . was sie gut findet und für richtig hält und man müsste eben immer für sich einstehen und kämpfen . . . .
Mit genau dieser Dame hatte ich von Anfang an, immer wieder die gleichen Schwierigkeiten, Probleme und Diskussionen bei denen sie mehrfach deutlich ihren Zuständigkeitsbereich verlassen und einfach nur dumm dahergeredet hat. Die hat mich mal bei Einkaufen am Telefon erwischt und wollte mir erklären, wer mein Hausarzt sei und ich musste etwa acht Mal und immer lauter werdend, erklären, dass sie die falsche Patientin angerufen hat . . . . boah das war echt peinlich . . . so beim Einkaufen, mitten im Laden . . . und die Dame hat mir einfach nicht zugehört und immer nur den gleichen Quark geredet . . . bis ich dann wirklich recht laut wurde und sie dann mal kurz ihr Hirn und Lesevermögen genutzt hat und mir dann schnell Recht gegeben und aufgelegt hat.
Daher war ich bei der aktuellen Aussage jetzt, erst mal sprachlos. Ausgerechnet Die läßt so einen Spruch und das noch in Anwesenheit der halben Praxis, los. Ich habe nicht reagiert und das Gesagte einfach im Raum stehen lassen.


Ansonsten geht alles weiter wie immer. Ich habe meine Kinder- und Baby-Termine und dabei oft viel Spass. Ich bin immer wieder irgendwas in meiner Wohnung am rumbasteln und verändern . .. so weit das eben körperlich noch machbar ist. Klar gibt es immer mehr Einschränkungen, aber das hat nicht nur und immer mit dem Krebs zu tun, ich werde einfach auch älter. Mein Bewegungsapparat war schon vor dem Krebs reichlich kaputt und das wird mit den Jahren und durch die Krebstherapie, auch nicht besser. Die Knochenmetastasen an der einen oder anderen Stelle sind auch nicht gerade förderlich. Aber wenn das Eine nicht mehr geht, muss ich eben etwas Anderes machen oder etwas bestimmtes anders lösen. Wenn etwas von mir überhaupt nicht zu wuppen ist, habe ich Freunde die helfen. Beim Umgang mit den Kindern, bin ich nicht eingeschränkt und da gibt es bisher noch keinerlei Probleme und alles klappt super. Da die Familien der Kids keine Ahnung von meinen Erkrankungen haben, ist das in jeder Hinsicht eine Ablenkung. Ich finde es super, dass ich noch immer als Gesunde durchgehe.

Naja, nebenher geht natürlich der Papierkram immer weiter. Es sind immer die gleichen Formulare, die ich ganz regelmässig immer wieder geschickt bekomme. Immer wieder wird mein „Zustand“ von den diversen Behörden überprüft. Das ist fast immer, einfach nur hirnlose Bürokratie, aber inzwischen fülle ich einfach aus, oder lasse eben irgendwelche Ärzte ihren Teil ausfüllen und schicke den Krempel möglichst schnell wieder zurück. Ärgern und aufregen nutzt so rein gar nichts. Da wurde einfach früher so viel Beschissen und Betrogen, dass die Ämter entsprechende Überprüfungen und Kontrollen eingeführt haben, dass da auch Erkrankte, bei denen es in Wahrheit völlig überflüssig ist zu kontrollieren, kontrolliert werden muss. Da kann der einzelne Sachbearbeiter nicht viel machen und muss eben tun, was getan werden muss. Und meine Situation, ist ja nicht gerade gewöhnlich. Also versuche ich mich auch davon nicht beeinträchtigen zu lassen und mir das jeweils immer schnell vom Hals zu schaffen.
Der Prozess gegen die Unklinik kommt nicht wirklich voran. Das Gericht hat nun einen Gutacher beauftragt. Der Gutachter muss jetzt die Unterlagen prüfen und dann seine Meinung dazu äußern. Das alles entzieht sich mir völlig. Ich versuche auch hiermit, gelasen umzugehen. Inzwischen habe ich festgestellt, je länger diese Sache dauert, umso mehr, geht es mir an die Nieren, mich mit den damaligen Vorfällen wieder beschäftigen zu müssen. Also versuche ich mich möglichst nicht damit zu befassen. Auch hier erledige ich einfach, was erledigt werden muss und versuche mich da emotional, nicht mehr drauf ein zu lassen. Das wird irgendwie ausgehen, Vermutlich nicht so, wie das mein Gerechtigkeitsgefühl gerne hätte. Damit werde ich dann klarkommen müssen und darauf versuche ich mich schon mal innerlich einzustellen. Am Ende ist das ein Kampf gegen Windmühlen und ich brauche meine Kräfte für ganz andere Dinge. Daran muss ich mich immer mal wieder festhalten und auch erinnern. In diesen Angelegenheiten sind meine Frust- und Toleranz- und Belastungsgrenzen, erheblich gesunken und ich muss da sehr auf mich aufpassen.
Ich (bzw. mein Anwalt) habe z. B. jetzt, nach über vier Jahren, endlich meine Krankenakte erhalten. Aber schon beim Ausdrucken gespürt, was das Lesen der damaligen Vorfälle, mit mir macht. Also werde ich mich nicht damit befassen. Wenn die Anwälte etwas übersehen oder nicht erkennen, dann ist das eben so. Ich schaffe es einfach nicht, knapp 300 Seiten Krankenakte durch zu arbeiten um Beweismaterial zu haben . . entweder können und machen das die Anwälte, oder eben nicht. Ich kann das kräftemässig einfach nicht und ich werde es auch erst gar nicht versuchen. Ich bin mir sicher, es macht Sinn, meine Kräfte zu hüten und auf sie aufzupassen. Wer weiß was noch kommt.


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Verfasst am 01.11.2016 17:23:24 Uhr
#Brustkrebs Stadium IV #metastasierter Brustkrebs #Nebenniereninsuffizienz #M. Addison #Knochenmetastasen #Chemotherapie #Xeloda #Lebermetastasen #Lungenmetastasen #Peritonealkarzinose # Hirnmetastasen #Methadon DL
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Mal Abwarten


Der Termin beim Onkologen war diesmal sehr lang. Ich glaube wir haben gut 45 Minuten geredet. So über alles was bisher gelaufen ist und wie die aktuelle Situation sich darstellt. Danach dann noch die Blutentnahme, die diesmal jetzt auch etwas umfangreicher war.
Die neuen Beschwerden sprechen nach Annahme des Onkologen, am ehesten für Hirnmetastasen. Er hat da mit Sicherheit eine deutlich objektivere Sicht als ich das habe. Also werden wir dem eigentlich sowieso jetzt dann wieder fälligen Routine-CT von Thorax und Abdomen, noch den Kopf hinzufügen. Der Termin ist in etwas zwei Wochen. Diesmal in einer anderen Röntgenpraxis als bisher. In der bisherigen Praxis habe ich mich zunehmend unwohl gefühlt und teilweise kam ich mir dort richtig verarscht vor. Was ich da jedesmal unterschiedliches zum Thema Kontrastmittel trinken erzählt bekommen habe, grenzt echt an Verarschung. Das muss nicht sein und da gibt es zum Glück auch Alternativen. Ich habe das aber mit dem Onkologen vorher genau abgesprochen. Nun wird jemand mit einer neuen Sicht, einem vielleicht anderen Blickwinkel, die Bilder beurteilen und einen Befund schreiben. Das kann Vorteile, und auch Nachteile haben. Aber der Onkologe konnte mein Unwohlsein in dieser Praxis nachvollziehen und hat den anstehenden Termin, gleich in der anderen Praxis für mich vereinbart.
Ich glaube nicht wirklich an Hirnmetastasen, aber was ich glaube, spielt keine Rolle. Es ist vernünftig, das zuerst abzuklären. Wenn dann nichts sein sollte, kann man die anderen Dinge immer noch in Ruhe klären. Wenn da aber tatsächlich etwas gewachsen sein sollte, muss über die Optionen diskutiert werden. Damit befasse ich mich aber erst, wenn es so weit sein sollte. Mal Abwarten.

Witzigerweise, habe ich mir nach dem Termin beim Onkologen, beim normalen Einkauf, so ein paar Magenpillen mitgenommen. Eines der neuen Problemchen (Symptome) ist ja eine ganz hartnäckige, regelmässige und sehr lästige Übelkeit. Mir ist, ziemlich wie in Zeiten der Schwangerschaft, vom Augen aufschlagen, bis irgendwann in den Nachmittag, ständig und durchgehend, kötzelig. Bisher hat alles was ich dagegen versucht habe, versagt. Der Onkologe vermutet als Ursache das Hirn, ich denke der Magen selbst oder irgendetwas am Stoffwechsel sind schuld. …. wie auch immer, diese nicht wirklich wichtigen oder schwerwiegenden Magenpillen, haben mir deutliche Besserung gebracht. Endlich. Diese ständige Gefühl sich gleich übergeben zu müssen, ist echt nervig. Seit Wochen geht das so und daher hatte ich das jetzt auch beim Onkologen angesprochen. Dass mir diese Pillen jetzt Besserung bringen, spricht wieder eher für meine Theorie. Die Pillen sind „eigentlich“ für zuviel Luft im Bauch. Ich hatte nicht das Gefühl dass das mein Problem ist….. aber es ist mir völlig egal für was die „eigentlich“ sind. Sie helfen.
Mein Gewicht, was natürlich auch vom Onkologen sofort erfragt wurde, ist trotz langer Zahnarztdiät und dieser seit Wochen andauernden Übelkeit, stabil. Ich weiß, dass ich da aufpassen muss und immer wenn mir mal gerade nicht übel ist, ernähre ich mich entsprechend gehaltvoll. Nicht unbedingt viel Menge, aber eben gehaltvoll um das Gewicht zu halten. Auch hier ist es ganz gut, ein klein wenig Fachwissen zu besitzen und dieses Problem jetzt nicht auch noch an der Backe zu haben.

Ich muss auch diesen Begriff vom „Stillstand“ nochmal ein wenig erläutern. In den Befunden steht immer: kein nennenswerter Wachstum. Das heißt aber leider nicht, dass da überhaupt nichts wächst. Die vorhandenen Metastasen, wachsen lediglich in Zeitlupentempo, langsamer als Zeitlupe. Also innerhalb von sechs Monaten, kaum messbar. Aber es wächst.

Natürlich klingt Stillstand schöner, besser und viel optimistischer, aber es entspricht eben nicht so ganz den Tatsachen. Bei der einen oder anderen Metastasen, an den den entsprechenden Stellen, können auch Millimeter dann doch mal Symptome machen. So ist das z. B in der Lunge und auch in der Wirbelsäule und da speziell an den Halswirbeln. Daher ist es weiter sinnvoll, da ganz regelmässig nachzusehen. Ich finde es jetzt auch eher positiv, wenn das mal von ganz anderen (Röntgen-) Ärzten, ganz neu, betrachtet und beurteilt wird. Ich empfinde es als Vorteil, dass nun Ärzte den Befund schreiben, die das nicht schon fünfundzwanzig mal getan haben. Mal Abwarten.

Mit der Lunge ist ja nach meinem Gefühl irgendwas nicht in Ordnung und ich bin sehr gespannt, was da im Befund steht. Seit dem Sommer benötige ich regelmässig einen Püster um besser Luft zu bekommen. Für mich fühlt es sich so an, als wäre ein (relativ kleiner) Bereich nicht mehr gut und ausreichend belüftet. Das sollte man aber auf dem CT erkennen können. Wenn mein Gefühl richtig ist, werde ich, um die Optionen abzuklären, mit den Bildern dann wohl mal zu Lungenfachleuten tippeln müssen. Mal Abwarten.

Insgesamt ist meine Situation nach wie vor ungewöhnlich, aber weitgehend stabil. So benennt das auch der Onkologe. Mit den Knochenmetastasen hatte ich bisher mehr als Glück und auch hier bin ich gespannt auf die Einschätzung der neuen Fachleute zum Frakturrisiko. Mal Abwarten.

Bis Weihnachten habe ich jetzt nochmal sieben Termine in der Zahnklinik, dann bin ich durch und habe diesen Mist dann hoffentlich, komplett hinter mir. Mal Abwarten.

Ich bin durch die neuen, ganz unterschiedlichen Symptome nicht sehr stark eingeschränkt, aber nicht vernünftig essen zu können ist einfach nervig und lästig. Dass ich mir da jetzt mal wieder selbst wieder ein bisschen helfen konnte, war eine Erleichterung.


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Verfasst am 26.10.2016 01:14:10 Uhr
#Brustkrebs Stadium IV #metastasierter Brustkrebs #unheilbar #Nebenniereninsuffizienz #Knochenmetastasen #Lebermetastasen #Peritonealkarzinose #Lungenmetastasen #Chemotherapie #Xeloda #Tod
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Bunte Mischung

Es gibt zur Zeit nicht wirklich viel, das hier hinein passen würde.
Ich habe viel um die Ohren. Babysitten, meinem Kumpel im Laden helfen, in meinem Garten wühlen . . . . naja, eben solche Dinge.
Freitag ist wieder Termin beim Onkologen. Ein Termin zum Kontroll-CT steht anschliessend auf dem Plan und ev. gibt es mal noch ein MRT von Lunge und ev. Magen.
Es gibt da so ein paar Symptome, bei denen der Onkologe wahrscheinlich dann mal einen Facharzt draufschauen lassen möchte und dazu müssten dann eben jeweils die MRT gemacht werden. . . . das ist bisher zwar nur eine Vermutung von mir, aber meist liege ich mit diesen Dingen ja richtig. Die Symptome sind jetzt nicht besonders heftig und schränken mich bisher kaum ein, aber lieber mal ein wenig zu früh nachsehen, als zu spät. Das hatten wird ja schon.
Meine Katzenlady hat sich wohl Milben einfangen und morgen steht eine große Aktion an. Erst bekommt die Lady eine Pille. Dann stelle ich in Wohn- und Schlafzimmer spezielle Sprühautomaten auf und dann müssen wir Beide, für zwei Stunden die Wohnung verlassen. Da Madame beim aktuellen Wetter nicht wirklich gerne oder viel draussen ist, werde ich ihr Gesellschaft leisten. Ich werde die Zeit nutzen um meine Terrasse winterfest zu machen. Außerdem wurde in den letzten Tagen von meinen Kumpels eine Art Unterstellplatz gebaut und das gesamte Werkzeug und was man eben alles so braucht, liegt auch noch auf meiner Terrasse rum. Also sollte ich locker für zwei Stunden draussen Beschäftigung haben. Da Madame mir draussen immer gerne Gesellschaft leistet, sollte das alles gut über die Bühne gehen.
Danach bekommt meine kleine Zicke eine neues Halsband, ein paar Ecken und Stellen müssen noch zusätzlich eingesprüht werden und dann müssen natürlich auch noch jede Menge Decken und Zeug gewaschen werden. Also auch morgen, wird mir nicht langweilig.
Noch nie hatte eines meiner Haustiere einen Parasiten und ich finde das ausgesprochen nervig und ekelig. Ich hatte im Spätsommer ein neues Ungezieferhalsband gekauft und das Ding scheint echt Schrott zu sein. Also werde ich in Zukunft wieder bei der altbekannten Sorte bleiben und damit hoffentlich dann nie mehr so was wie Milben am Tier zu haben. Sie tut mir richtig leid. Sie ist sich ständig am Kratzen und wirkt leicht entnervt . . . . das ist hoffentlich morgen vergessen.
Die Pille sollte ich ihr mit ihrere Lieblings-Vitamin-Paste, gut unterjubeln können. Ich habe sie ein bisschen zerkleinert und dann sollte das klappen.
Und wenn dann Katze und Wohnung wieder sauber und gesund sind . . . dann tippel ich zum Onkologen und kümmere mich um meine Gesundheit.

Der Kiefer ist ganz gut verheilt. Beim Termin zum Fäden ziehen, konnte ich meinen Ärger über die dämliche Bemerkkung des Oberarztes und auch die falschen mir gegebenen Medikamente, anbringen. Der Arzt mit dem ich es diesmal zu tun hatte, war der, der mich auch operiert hat. Er war ziemlich entsetzt über meinen Bericht und hat die Angelegenheit, im Gegensatz zu seinem Kollegen, sehr ernst genommen. Er kannte auch meine sonstige Krankengeschichte, (ohne nochmal nachblättern zu müssen) und konnte meinen Ärger über das dumme Gerede, sehr gut nachvollziehen. Das mit den falschen Medis, fand er ganz schlimm und wird da bestimmt auch tätig.
Sehr viel mehr wollte ich nicht veranstalten. So habe ich die Vorfälle nicht auf sich beruhen lassen, muss mich aber nicht weiter damit beschäftigen und konnte es in kompetente Hände übergeben.
Jetzt habe ich noch bis kurz vor Weihnachten einige Zahnarzttermine und dann sollte das Kapitel Kiefer und Zähne, endlich erledigt sein. Nachdem mir der Chirurg jetzt nochmal genau erklärt hat, was er da alles gemacht hat, ist auch klar, warum die Narkose so lang und so tief sein mußte. Das war der Grund, warum ich so lange gebraucht hatte, um mich davon zu erholen. Ich hoffe, jetzt ist dann mal wieder eine ganze Zeit Ruhe mit Narkose und rumschnibbeln. Ich finde das nervig, vor allem, wenn es mit dem Krebs so direkt, gar nichts zu tun hat. Das jetzt, war einfach die Folge von sechs Jahren Dauerchemo und nicht zu verhindern.

Also eigentlich alles wie immer. Keine wirklichen Neuigkeiten. Es geht mir weiter, für die Umstände, überraschend gut. Aber ich vergesse natürlich nicht die Zündschnur an meinem Schleudersitz. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich wirklich mitbekomme, wenn am anderen Ende Feuer in die Nähe kommt.


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Verfasst am 02.10.2016 19:44:53 Uhr
#Chemotherapie, #Xeloda, #Brustkrebs Stadium IV, #metastasierter Brustkrebs, #Nebenniereninsuffizienz, #Knochenmetastasen, #Lebermetastasen, #Lungenmetastasen, #Peritonealkarzinose
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Fast überstanden

Die Op ist vorüber und ich bin wieder zuhause. Leider musste deutlich mehr gemacht werden, als das zunächst aussah. Dadurch war die Narkose erheblich länger als gedacht. Das hat mich diesmal ordentlich in die Knie gezwungen. Naja, sechs Jahre Dauerchemo machen nicht unbedingt stärker oder stabiler. Jünger werde ich auch nicht. Aber so hat mir noch kein Eingriff zu schaffen gemacht.
Dazu kommt, dass keiner der Ärzte, bei denen ich mich dort vor drei Jahren so gut aufgehoben gefühlt hatte, mehr da ist. Mein „gesundes“ Aussehen und die Faulheit oder das Desinteresse der Ärzte, haben dazu geführt, dass einiges schief gelaufen ist. Ich habe Medikamente hingestellt bekommen, deren Einnahme schwere Konsequenzen für mich gehabt hätte. Ich wurde für mein Rentnerdasein vom Oberarzt beneidet. Es hat sich leider wieder gezeigt, dass ich nicht einfach Patientin sein kann und immer aufpassen und mitdenken muss. Scheiss egal, wie beschissen es mir auch geht. Ich weiß sehr genau, warum ich immer alle Medikamente von zuhause mitnehme und auch immer für einen Tag mehr als geplant. Alles was ich da in den diversen Krankenhäusern erlebe, bestätigt das leider immer wieder. Eigentlich könnte/sollte ich schon wieder zum Anwalt und ein Fass aufmachen. Aber ich will nicht. Ich will meine angeschlagenen Kräfte nicht für die Inkompetenz anderer verschwenden. Ich bin mir bewußt, wenn alle so denken, ändert sich nichts. Aber jetzt ist für mich nicht die Zeit, meine Kraft für so etwas zu verschwenden.
Einzig die Narkoseärztin hat zugehört, gelesen, verstanden und verantwortlich gehandelt. Fachlich chirurgisch scheint auch akzeptabel gute Arbeit geleistet worden zu sein. Am Ende kommt es für mich nur darauf an und es ist ja zum Glück kein Schaden entstanden.
So ganz langsam fange ich an mich von der Aktion zu erholen und ich hoffe, das Thema bald abhaken zu können.
Meine Katze hat mich die letzten Tage ständig bewacht und ist nicht von meiner Seite gewichen. Sie hat offensichtlich mitbekommen, wie es mir geht. Also egal wie zickig sie tut, ich scheine ihr irgendwie doch wichtig zu sein.


Auch der Spätsommer ist nun eindeutig vorüber. Die Sonne läßt sich zwar noch gelegentlich sehen, aber es ist kühl geworden. Außerdem verschwindet mir das Tageslicht nun schon wieder viel zu früh und die Nächte sind zu lang. Überall steht der mir verhasste Weihnachtskram in den Geschäften. Ich freue mich jetzt schon wieder auf den Frühling und die Zeit, nach diesen nervigen Feiertagen der dunklen Jahreszeit.

Ich denke noch viel an die wunderbaren Urlaubstage an der Nordsee. Das war soooo schön und hilft mir jetzt auch noch immer, das Generve dieser Op zu überstehen.


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