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Mein Brustkrebstagebuch Brustkrebs Tagebuch

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Von 30.10.2012 bis 15.12.2015 habe ich bei Blog de geschrieben. Dieses Portal wurde geschlossen und ich bin wieder hier. . . . Die dort von mir gemachten Einträge sind aber gesichert und werden irgendwann auch irgendwo wieder eingestellt.

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Ich will mit meinen Einträgen niemanden ärgern oder sonst irgendetwas schräges.
Das ist MEIN Brustkrebstagebuch.
Ich habe nie behauptet objektiv zu sein und ein Tagebuch muß auch nicht objektiv sein.
Ich habe keinerlei Veranlassung zu erklären, was ein Tagebuch für den Betroffenen bedeutet und welchen Wert das für denjenigen hat. Wer das nicht versteht, sollte erst gar nicht anfangen hier zu lesen. Wer mir schräge Absichten unterstellt sollte auch wegbleiben.
Es wird niemand gezwungen hier zu lesen !!!!
Kommentare die mir nicht passen, lösche ich kackfrech
Ich bin sehr pragmatisch, direkt, auch sprachlich und wer das nicht abkann, soll sich verpieseln und woanders glücklich werden.

Um bestimmte ältere Beiträge zu lesen, kann man sich im Kalender auf der rechten Seite zurückklicken. Einträge gab es immer an den eingefärbten Tagen. Einfach draufklicken und der entsprechende Eintrag wird dann angezeigt.


Hier klicken zum ersten Eintrag Okt.2006
Hier klicken zum ersten Eintrag 2007
Hier klicken zum ersten Eintrag 2008
Hier klicken zum ersten Eintrag 2009
Hier klicken zum ersten Eintrag 2010
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Medizinisches:
Wechseljahre
psych…..
Cortison
Peritonealmetastasen/Peritonealkarzinose
Radionuklidtherapie, Ganzkörperszintigramm
Metastasen,Knochenmetastasen, Rezidiv
Narkose/Narkoseangst

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Ich schreibe hier seit der Brustkrebsdiagnose im Okt. 2006. Aber auch ansonsten ist bei mir immer was los und es macht nicht viel Sinn hier mal nur zwei oder drei Einträge zu lesen. Um einigermassen Durchblick zu haben was bei mir so alles abgeht, sollte man schon mehr lesen. Vor allem wenn man seinen Senf dazugeben möchte, sollte man mehr als nur den aktuellen Beitrag gelesen haben.

06.2010 Metastasen
Ab jetzt gelte ich als unheilbar.......
Ich bin aber nicht bereit, mir meine restliche Lebenszeit vom Krebs vermiesen zu lassen und werde die mir verbleibende Zeit so oft wie möglich positiv nutzen.
Ich werde ganz sicher nicht den Kopf hängen lassen und meine Zeit mit Jammern oder Klagen verplempern.
Jammern und Klagen sind nicht mein Ding, eher Fluchen und Schimpfen. Ich versuche die Situation so zu nehmen wie sie ist und für mich das Beste draus zu machen.
Ich bin frech, so bin ich auf die Welt gekommen und so steige ich auch in die Kiste.
Es geht hier auch nicht immer nur um Krebs, Krankheit und Tod. Dazu ist mir meine Zeit echt zu schade. Natürlich ist das alles immer mal Thema, aber es gibt auch noch andere Dinge in meinem Leben.

Man kann sich hier in eine Liste eintragen und wird dann automatisch über neue Einträge informiert.
Ich selbst kann nicht sehen, wer sich da einträgt.

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Freunde sind Engel, die uns wieder auf die Beine helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben wie man fliegt.
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16.12.2015 INFO:
Ich werde hier nicht benachrichtigt, wenn jemand einen Kommentar schreibt. Egal ob ganz aktuell oder unter einem alten Eintrag.
Ich antworte darauf (wenn ich es entdeckt habe), ebenfalls in einem Kommentar, da gibt es aber auch keine Benachrichtigung.
Im Zweifel bitte unter dem aktuellen Blogeintrag in einem Kommentar hinterlassen, wo Ihr einen neuen Kommentar geschrieben habt. Ist umständlich, geht aber hier jetzt leider nicht anders.

Wer also einen Kommentar hier gelassen hat und auf eine Antwort von mir wartet, sieht am besten einfach später mal nach.
Es wird noch ein bisschen dauern, bis ich weiß wohin und dort dann auch alles läuft wie es soll . . .

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Verfasst am 23.06.2016 23:58:44 Uhr
#metastasierter Brustkrebs #Nebenniereninsuffizienz #Knochenmetastasen
Stand der Dinge

Heute war Besprechungstermin beim Onkologen.
Das aktuelle CT von Thorax und Abdomen, zeigt, wenn überhaupt, einen Metastasenwachstum im Millimeterbereich. Als nichts aufregendes oder neues. Kein Grund für Sorgen. Die laufenden Therapien laufen unverändert weiter.
Für die neue Lungensymptomatik gibt es jetzt erst mal eine Runde Antibiotika und einen Inhalator für die Hosentasche. Es sieht so aus, als ob da an einer Bronchitis oder Lungenentzündung rumgemacht wird, was aber nicht wirklich richtig rauskommt. Das mag an meinem merkwürdigen Abwehrsystem liegen, oder an der Chemo. Aber mit der aktuellen Therapie sollte das jetzt dann besser werden.
Der Onkologe hätte mich gern noch zu einem Lungenfacharzt geschickt. Das konnte ich jetzt erst mal noch verhindern. Wenn sich jetzt nichts bessern sollte, kann ich das immer noch machen. Ich mag nicht schon wieder zu irgendeinem Arzt und erst wenn ich dort bin, feststellen ob das überhaupt funktioniert. Ich hatte einfach schon mit zuvielen Pappnasen-Ärzten zu tun. Die Ärzte bei denen ich zufrieden war und die eine Medizin machen, die ich kompetent und gut finde, sind nicht sehr viele. Und was ich da manchmal so von anderen Patienten lese und höre, da kann man einfach nur den Kopf schütteln.

Also in Sachen Krebs, bei mir alles wie gehabt.

Meine Hand hält sich mit dieser Nachtschiene wirklich ganz gut. Es wird nicht schlimmer und damit bin ich erst mal zufrieden.
Ich hatte ja an beiden Schultern das sogenannte Impigement. Die rechte Schulter wurde vor ein paar Jahren operiert (anläßlich der Kontrolluntersuchung, wurden die Knochenmetastasen gesehen und dann auch der Rest) Also habe ich die linke Schulter einfach mal ignoriert. Später hat mir dann, während einer Reha, ein begnadeter Physiotherapeut extreme Besserung verschafft. Bis vor ein paar Wochen hat das gut gehalten. Und jetzt bin ich schmerzmäßig wieder dort, wo ich vor einigen Jahren schon war. Ich kann den Arm teilweise kaum auf Schulterhöhe bekommen. Manche Bewegungen gehen jetzt überhaupt nicht mehr und machen abartige Schmerzen. Gegen solche Schmerzen hilft natürlich meine Knochenmetastasen-Schmerztherapie, so rein gar nichts. Die Mittelchen die man üblicherweise für derartige Schmerzen bekommt, kann ich vom Magen her, nicht mehr nehmen.
Ich werde also wohl in den sauren Apfel beissen müssen und dieses Problem mit den entsprechenden Fachärzten angehen müssen. Das meinte auch der Onkologe heute, nachdem er mich beobachtet hatte beim Jacke und Rucksack an- und ausziehen. Das läuft voraussichtlich wieder auf eine Op hinaus und deshalb werde ich versuchen das noch bis in den Herbst zu verzögern. So ein paar Übungen hat mir eine Physiotherapeutin schon gezeigt und sehr viel mehr kann man sowieso nicht tun.

Also jetzt freue ich mich schon mal auf das Meer. Eine Freundin und ich werden (September) ein paar Tage an der Nordsee verbringen und das ist für mich überhaupt das allerallerallerschönste was mir passieren kann. Es dauert also noch ein bisschen bis es losgeht und ich kann die Vorfreude noch geniessen und träumen.
Mit der „Entwarnung“ von heute, steigert sich die Vorfreude natürlich noch ein bisschen. Ich war zwar nicht in Panik, aber im letzten Befundschreiben, stand etwas von 1,4 cm Zunahme und das ist ja dann doch eine ganz andere Hausnummer mit einer völlig anderen Bedeutung. Vor allem wären 1,4 cm Zunahme (in drei Monaten) auch Grund, über die aktuelle Therapie grundsätzlich, nachzudenken. Der Onkologe hätte bei einem derartig eindeutigen Befund, bestimmt versucht eine andere Chemo durchzusetzen. . . . . . ist jetzt erst mal alles nicht notwendig. Zum Glück. Bei allem gesundheitlichen Mist, der mich immer wieder erwischt, mit der Aktivität der Metastasen habe ich Glück.


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Verfasst am 11.06.2016 03:24:02 Uhr
#Xeloda #Chemotherapie, #Brustkrebs Stadium IV #metastasierter Brustkrebs #Nebenniereninsuffizienz #Knochenmetastasen #Lebermetastasen #Lungenmetastasen #Peritonealkarzinose #Sterben
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Bunt vermischt

Wie immer bei mir, von Langeweile und Alltag, keine Rede.
Gesundheitlich wichtige Neuigkeiten gibt es erst Ende des Monats. Ich habe mal wieder mit diversen Arthrosen und Syndromen in verschiedenen Gelenken zu kämpfen. Aber bis nicht klar ist, was die Metastasen gerade machen, unternehme ich in diesen Dingen so rein gar nichts. Welcher Aufwand wegen der Gelenkproblem (noch) sinnvoll ist, entscheide ich erst, wenn klar ist, was die Metastasen aktuell machen und ich damit meine Lebenserwartung wieder besser einschätzen kann.

Glücklicherweise nicht immer nur Ärger und Negatives. Manchmal bin ich auch ein Glückskind.
So erwarte ich in den nächsten Wochen wieder lieben Besuch auf den ich mich sehr freue. Wir werden es uns hier, bei mir, wieder richtig schön machen.

Dann habe ich eine wunderbare Urlaubseinladung erhalten. Ein paar Tage am Meer. Darauf freue ich mich natürlich irrsinnig. Ich liebe das Meer. Es ist so ursprünglich, archaisch, unberechenbar und noch nicht wirklich erforscht oder verstanden. Ich liebe es eine Brandung zu hören und in die Wellen zu schauen. Ich muß nicht schwimmen oder Sandburgen bauen. Einfach im Sand sitzen, gucken und die Gedanken schweifen lassen. Das geht nirgendwo so schön wie an einem Strand.
Das Meer gab es schon lange vor uns Menschen und wird auch vermutlich die Menscheit überleben. (wenn die nur sich selbst und nicht gleich den gesamten Planeten zerstört.


Von der Nachbarschaft und auch von den Stromleuten, gibt es nichts neues. Da sind in beiden Fällen, sämtliche mir gesetzten Fristen, vollkommen ereignislos, verstrichen. Wobei ich mir recht sicher bin, dass es das noch nicht war. Mal sehen. Ich versuche das, so gut es eben geht, zu vergessen / verdrängen.

Von den vielen schlimmen Gewittern, Regenfällen und Stürmen der letzten Tage, bin ich wieder komplett verschont geblieben. Hier ist es gestern erheblich abgekühlt, (heute, auch am Mittag in der Sonne, unter 20 Grad) aber das war es dann schon.
Eines meiner wichtigen elektrischen Gartengeräte hat sich leider verabschiedet. Aber da werde ich sicher wieder einen günstigen gebrauchten Ersatz finden. Wenn man fast nur gebraucht einkauft, geht natürlich auch öfter und schneller mal etwas kaputt. Aber glücklicherweise, nicht immer.
Ein ziemlich unangenehmes Fahrzeugproblem gibt es zur Zeit leider auch, aber das lasse ich aus ganz bestimmten Gründen hier ein wenig außen vor. Für mich bedeutet das einfach viel mehr Aufwand. In jeder Hinsicht. Aber es ist auch hier Licht am Ende des Tunnels. Ich muss nur mal wieder geduldig sein. Das kann ich inzwischen aber recht gut.


Eine junge Freundin ist ganz in meiner Nähe in eine neue (ihre erste richtige) Wohnung gezogen und da kann ich zur Zeit sehr viel helfen, Tipps geben und manchmal einfach auch nur zeigen wie etwas geht (z. B. wie man Gardinen befestigt und aufhängt oder Fliegengitter richtig befestigt. Sie (und der Freund) sind in diesen Dingen vollkommen unerfahren. Da ich ja in meinem Leben oft genug umgezogen bin, kann ich da jetzt ein wenig unterstützen. Gestern haben wir ihre Terrasse von Wildwuchs befreit und die Bodenplatten mit dem Hochdruckreinger sauber gemacht. War eine recht große Aktion, hat sich aber mehr als gelohnt. Jetzt müssen noch ein paar Regale aufgebaut und befestigt werden . . dann sollte das Wichtigste fertig sein.

In den Gärten hinter meinem Haus, werden zur Zeit ganz regelmässig, drei Katzen unterschiedlicher Halter, an Leine und Geschirr spazieren geführt. Eine davon aus gesundheitlichen Gründen. Bei den Anderen weiß ich es nicht. Gassi gehen zum „Geschäfte erledigen“ ist es sicher nicht. Es sieht auf jeden Fall ausgesprochen merkwürdig aus. Die Katzen benehmen sich auch anders/komisch. Sie sind eher ängstlich und erschrocken. Gehen geduckt und das sieht so gar nicht nach Freude oder Spiel aus.
Meine Lady sieht sich das an und wenn sie zu nah an unser Grundstück kommen, wird sie sichtbar genervt. Sie geht in Kampfstellung, bleibt aber sitzen und beobachtet scharf. . . glücklicherweise habe die Halter das inzwischen kapiert und machen einen Bogen, wenn die Meinige sichtbar ist. Mir tun diese Katzen leid. Da dürfen sie mal ein paar Minuten Frischluft schnuppern, andere Tiere, Gras, Bäume . . . . und dann wieder ab in die Bude. Ich finde das bei Katzen nicht richtig. Entweder Frei oder drinnen. Wer das Draussen nicht kennt, kann es nicht vermissen. Aber dieses mal kurz raus lassen und dann wieder einsperren, halte ich für schlecht. Das sind Katzen und keine Hunde.
Eine Katze weiß üblicherweise nach etwa zwei Wochen im eigenen Heim, wo sie hingehört und wo man ihr die Dosen aufmacht. Sie kehrt dann auch nach dem ersten Ausgang wieder zurück. Das kann durchaus auch mal ein paar Tage dauern und die Katze ist bei der Rückkehr dünn und zerfleddert, aber das gehört eben dazu. Nur Gassi zu gehen, aus Angst sie kommt nicht wieder, ist Blödsinn und wohl nicht artgerecht. Da sind Menschen Katzenbesitzer, die nicht wirklich viel von Katzen wissen. Schade für die Katzen. Aber vermutlich gibt es auch hier ganz unterschiedliche Meinungen.


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Verfasst am 05.06.2016 02:18:22 Uhr
#Chemotherapie, #Brustkrebs Stadium IV #metastasierter Brustkrebs #Nebenniereninsuffizienz #Knochenmetastasen #Xeloda #Lebermetastasen #Lungenmetastasen #Peritonealkarzinose #Sterben

Nichts wirklich neues

Ich kann nichts wirklich neues berichten. Weder von der Nachbarschaft, noch etwas das meine Metastasen betrifft.
Bei den Nachbarn warte ich noch auf eine Reaktion. Mir wurde da ja eine Frist gesetzt, die ich komplett ignoriert habe. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es das schon gewesen sein sollte. Wobei mir das natürlich ausgesprochen recht wäre.
Was die Metastasen angeht, werde ich erst Ende des Monats wieder durch die Röhre geschoben und habe dann drei Tage danach, den entsprechenden Besprechungstermin. Das ist drei Monate früher als geplant, weil das was man in dem letzten CT-Auschnitt gesehen hat, nicht wirklich klar ist. Da wurde ein Vergleich mit 2014 gemacht . . . nicht so ganz nachvollziehbar. Die Herren und Damen, welche zu diesen CT-Bilder einen Befund schreiben, machen das sehr unterschiedlich. Ich gehe da immer in die gleiche Praxis, damit es zumindest die immer die gleichen Geräte sind, aber das war es dann auch schon mit „gleich“. Jeder von den Ärzten hat eine andere Ausdrucksweise, nutzt andere Formulieren, eine anderes System. Daher ist die Vergleichbarkeit der Befunde, relativ und nicht so ganz real. Wäre da immer die gleich Person vor den Bildern, mit dem gleichen System und den gleichen Formulierungen, könnte man wesentlich mehr damit anfangen. Aber das enzieht sich komplett dem Einfluß eines Patienten und auch dem des ansonsten behandelnden Arztes. Also kommt die Routine-Kontrolle, diesmal drei Monate früher. Da es ja aber auch ein paar neue (zu den Auffälligkeiten passende) Symptome gibt, macht es eben Sinn.
Ich bin nicht in Panik, aber das doch recht schnelle Ende anderer, sehr ähnlich betroffener Frauen, habe ich natürlich im Kopf. Das geht dann doch manchmal erheblich schneller, als man sich das dachte. Vor allem, wenn vorher, so wie bei mir ja auch, eigentlich eher alles langsam verläuft.
Da kam bei einigen Anderen, ein Punkt – und ab da ging es dann eher blitzartig. Klar gab es Anzeichen, aber wenn über einen längeren Zeitraum alles sehr langsam geht, ist die hohe Geschwindigkeit mit der es dann irgendwann, ganz plötzlich, zuende geht, doch erschreckend.
Logischerweise kann ich so etwas nicht einfach verdrängen oder vergessen.

Diese ganz schweren Gewitter und schlimmen Regenfälle, haben es glücklicherweise, nicht bis hier geschafft. Hier ist eigentlich schöner Sommer. Es gab ein paar nächtliche, relativ normale Gewitter, auch mal einen nicht ganz so sonnigen Tag, aber insgesamt bisher eigentlich ein schöner Sommer. Ich hoffe es bleibt so und geniesse diese Sommertage jetzt ganz besonders. Ebenso wie die Termine mit den Kids. Das sind Zeiten die mir niemand mehr nehmen kann.


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Verfasst am 24.05.2016 21:46:07 Uhr
#Nachbarschaftsärger #Brustkrebs Stadium IV #metastasierter Brustkrebs #Nebenniereninsuffizienz #Knochenmetastasen #Chemotherapie #Xeloda #Lebermetastasen #Lungenmetastasen #Peritonealkarzinose #Sterben
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Gibt es nicht

Es gibt Dinge, die gibt es nicht . . . ist ja so ein Spruch. Genau so etwas erlebe ich die letzten Tage. Da gibt es in der Nachbarschaft eine, sorry, aber es ist einfach so, völlig durchgeknallte Frau. Wohnt im Nachbarhaus im Obergeschoss. Bisher gab es da zum Glück so gut wie überh.aupt keine Kontakte. Man ist sich mal bei den Mülltonnen begegnet, hat sich zugenickt und das war es auch schon. Vor ein paar Wochen hat sich mich von oben aus ihrem Fenster aus, angeschnauzt zu Dingen im Garten, die sie eigentlich überhaupt nichts angehen. Anderes Grundstück, anderer Garten. Ich habe das mehr oder weniger ignoriert. Letzte Woche hat sie mir dann eine Efeupflanze an der Grenze, komplett zerschnibbelt. Nicht dass ich das gleich gemerkt hätte. Eines Tages sahen rund 80 % dieser Pflanze irgendwie merkwürdig aus. Als ich nachgesehen habe, mußte ich feststellen, dass da einfach fast alle Triebe, direkt über der Erde abgenknipst wurden. Alles was abgeknipst wurde habe ich dann entfernt und mußte feststellen, da ist so gut wie nichts mehr übrig. Es gab dann einen kurzen, heftigen, verbalen Disput, mehr oder weniger auf der Straße. Der Herr, gleicher Nationionalität und mit erheblichem Alkoholproblem der im EG des gleichen Hauses wohnt, hat ordentlich mitgequakt.
Ich habe dann an Beide ein Schreiben geschickt und ihnen meine Situation geschildert und darum gebeten, mich doch bitte die Zeit, die ich vielleicht noch lebe, einfach in Ruhe zu lassen. Das war offensichtlich zuviel gehofft.
Freitag abend hatte ich ein dreiseitiges Schreiben der Beiden im Kasten. Das gesamte Schreiben klingt, als sei es aus dem Netz geladen und hat mit den Tatsachen so überhaupt nichts zu tun.
Der komplette Text bezieht sich immer wieder und in allen Punkten, auf Paragrafen eines „Formularmietvertrages“. Solche Mietverträge gibt es hier aber gar nicht, also auch nicht die Paragrafen. Sie behaupten ich würde die Mittagsruhe nicht einhalten, was doppelt Quark ist. Denn ich halte mich sehr genau an diese Zeiten, habe aber jetzt erfahren, es gibt in Hamburg überhaupt keine sogenannte Mittagsruhe. Die wurde mit einem neuen Lärmschutzgesetz von 2001 abgeschafft. . . . . .
und dann verlangen sie von mir die Vorlage diverser Genehmigungen (für fast alles was in meinem Garten wächst, meinen Rollerschuppen und die Terrassenüberdachung) und setzen mir für diese Vorlage bei ihnen dann noch eine Frist.
Das ist aber alles einfach nur Quark, denn sie wohnt auf einem anderen Grundstück und das geht sie alles überhaupt nichts an. Wenn überhaupt, könnte der Vermieter irgendetwas verlagen. Selbst die Mieter auf meinem Grundstück dürften so etwas nicht verlangen.
Es muß auch erwähnt werden, dass all das, was jetzt hier angeprangert wird, bereits seit SECHS Jahren so ist.
Ich habe aber alles, bereits vor sechs Jahren, mit den in der Realität wichtigen Nachbarn abgesprochen und habe von denen auch eine unterschriebene Einverständnis-Erklärung. Von ALLEN wirklich Betroffenen. Dieses Papier hat natürlich der Vermieter und das geht alles die Nachbarn so überhaupt rein gar nichts an.
Den Vermieter habe ich direkt am Montag über Alles informiert und reagiere ansonsten natürlich in keiner Weise auf dieses unglaubliche Schreiben der Nachbarn. Der Vermieter hat dieses ominöse Schreiben (mehr oder weniger lachend) kopiert und bespricht nun, ob sie direkt reagieren oder erst mal abwarten. Ich werde telefonisch auf dem Laufenden gehalten.
Der absolute Knüller, kommt aber jetzt erst. Die Frau Nachbarin und der unter ihr wohnende Herr sind nicht von Geburt an deutschsprachig und unterhalten sich meist in ihrer Muttersprache, die ich nicht verstehe.
Es gibt aber über mir eine junge Dame, die genau diese Sprache gut versteht. Sie hat durch Zufall gehört, wie die Nachbarin, in ihrer Muttersprache erklärt hat, ich sei eine alte Nazi-Hexe und hätte überall Kameras installiert um sie aus zu spionieren . . . . Da fällt mir wirklich nichts zu ein. Diese Dame interessiert mich nicht, nicht früher und nicht heute, noch weniger als ein Reisfeld in China . . . . . was für eine Krankheit hat diese Dame ???
Ich finde diese Angelegenheit mehr als lästig. Es ist ätzend meine Zeit mit so etwas verbringen zu müssen. Ob ich will oder nicht, ich kann ja nicht so tun, als wäre ich schon tot . . . . in irgendeiner Form mußte ich etwas tun. Weiß der Teufel was Der sonst noch so einfällt und was passiert, wenn sie bemerkt, dass sie so ganz und gar, auf dem falschen Dampfer ist. Die Dame sitzt in einem Zug der in eine wirklich vollkommen falsche Richtung brettert. . . oh maaaaan das kann ich echt nicht brauchen.


Es gibt nämlich auch, so ganz nebenbei, ein paar neue Symptome. Noch nicht wirklich heftig, aber eben da. Jetzt war ich letzte Woche erst mal wieder in der Röhre. Morgen erfahre ich, was man da so sieht oder nicht. Ich bin nicht in Panik und mache mir auch noch keine wirklich großen Sorgen, aber es ist was im Gang und das ist in meinem Fall, wahrscheinlich, nicht gut.
Ich lebe jetzt schon wirklich wesentlich länger, als irgendwer zu hoffen gewagt hätte. Aber es ist auch völlig klar, dass das Luft-Anhalten der Metastasen, nicht ewig andauern wird. Ich hoffe, diese neuen Symptome sind nur ein Intermezzo und kein Signal des generellen Fortschrittes . . . Ich gehe jetzt auch mal noch davon aus, dass die Erkenntnise aus der Röhre auch noch nicht wirklich etwas aussagen können . . . . und ich habe so üüüüüüberhaupt keine Lust auf diesen gesamten und umfangreichen Untersuchungszirkus und würde das alles am liebsten einfach ignorieren. . . . . naja, den bescheuerten Akt der Nachbarn selbstverständlich sowieso.

Es gibt aber natürlich auch positive Dinge zu berichten. Meine diversen Kindertemine laufen unverändert und wir haben immer wieder viel Spass. Ich bekomme wirklich viel lustiges, rührendes und ernstes zu hören. So aus Kindersicht ist vieles ein wenig anders, oder eben überraschend ähnlich. So hat ein knapp Dreijähriger letzte Woche festgestellt, dass wirklich Alles, manchmal sehr kompliziert ist.
Dann ist eine langjährige junge Freundin, fünf Fuß-Minuten von mir, in eine der meinigen sehr ähnliche Wohnung gezogen. Es ist schön jemand so ganz in der Nähe zu haben. Viele Dinge die ich nicht mehr brauche, kann sie in ihrer Wohnung sehr gut brauchen. So erfüllen ein paar für mich nicht mehr wirklich sinnvollen Dinge, doch nochmal ihre Aufgabe.
Eine ganze Menge aussortiertem „Zeug“ konnte ich an junge Menschen die mit Flüchtlingen arbeiten, abgeben. Auch hier freut es mich, wenn jemand nochmal Verwendung dafür hat. Egal ob Klamotten, Schuhe, oder eben ansonsten so angesammelter Krimskram. Es ist ein wenig komisch, aber selbst in meiner Situation, sammelt sich immer wieder irgendwelcher Kram an.

Ich sitze sehr viel draussen auf meiner Hollywoodschaukel (das ist von ´den` Nachbarn zum Glück nicht einsehbar) und freue mich über alles was blüht und gedeiht. Einige meiner eingepflanzten Samen sind aufgegangen und es wachsen neue Pflänzchen. Es macht Spaß das zu beobachten und ich feue mich über jede Blüte. Die Rosen fangen gerade an die ersten Knospen zu öffenen und das geht jetzt bis zum Herbst so weiter. Das lasse ich mir auch von noch so bescheuerten Nachbarn nicht kaputt machen. Der Pflanzkübel, an dem sie mir dieses Efeu abgeschnibbelt habe, ist jetzt von hinten mit einer scheußlichen Plastikfolie abgedeckt und abgeschottet. Sie haben das Efeu ja angeblich nur „be-„schnitten um Überhänge auf ihrer Seite und eine Gefährdung der Fassade zu beseitigen (was absoluter Blödsinn ist). Naja, ab jetzt können sie auf Plastik gucken. Jetzt ist nichts mehr gefährdet und es kann nix überhängen . . . das haben sie ja quasi verlangt.
Mit den Nachbarn der anderen Seite gibt es keinerlei Probleme. Die mit mir im EG wohnen, bekommen von mir auch immer wenn ich wieder Rhabarberkuchen gebacken habe, etwas ab. Leihen sich ab und an mal meinen Rasenmäher oder lange Stromkabel. Drüber wohnt ein sozusagen ehemaliger Berufkollege in Altersrente mit seiner Frau. Auch ein super nettes Paar. Über mir wohnt noch eine Frau, deren Tochter und die zwei kleinen Kinder. Da ist nicht immer alles wirklich komplett entspannt, aber wenigstens einigermassen normal und menschlich (und auch einverstanden mit den von mir gemachten Pflanzungen, etc). Mehr Nachbarn gibt es auf dieser Seite nicht. Da ist also glücklicherweise, alles komplett normal und nett und freundlich.
Was diese etwas anderen Nachbarn eigentlich reitet, versteht niemand wirklich. Warum nun, nachdem alles bereits seit sechs Jahren so ist wie jetzt, eine derartig verdrehte Nummer abgezogen wird, ist nicht im Ansatz nachvollziehbar.


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Verfasst am 12.05.2016 11:32:11 Uhr
#Chemotherapie, #Brustkrebs Stadium IV #metastasierter Brustkrebs #Nebenniereninsuffizienz #Knochenmetastasen #Xeloda #Lebermetastasen #Lungenmetastasen #Peritonealkarzinose #Sterben
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Lebenszeichen

Ich wollte mich mal kurz melden. Es geht mir gut und es gibt keine neuen aufregenden oder besorgniserrregenden Probleme.
Der übliche Papierkram läuft. Die Routine-Kontrolluntersuchungen finden statt.
Ansonsten ist hier gerade Sommer. Da habe ich keine Zeit zum Bloggen. Ich bin viel mit Kids unterwegs und wenn ich zuhause bin, bin ich mehr draussen als drin. Ich geniesse die sonnige Zeit so intensiv wie möglich. Ich liebe es auf meiner Hollywoodschaukel draussen zu sitzen und die Natur zu beobachten. Von Eichhörnchen bis Specht, gibt es hier viel zu sehen.
Endlich ist es wieder grün und bunt überall. Es gibt natürlich im Garten immer irgendetwas zu tun, aber das mache ich sehr gerne und in kleinen Portionen.
Meine Katzenlady findet es sehr schön, dass ich so viel draussen bin, denn dann kommen die bösen frechen Kater nicht. Da hat sich das Regulieren des Ausgangs ansonsten sehr bewährt. Wir hatten seither keine Verletzungen mehr.
Dieser rote Kater kam doch tatsächlich ins Wohnzimmer gesaust, als ich drin war. Er kam rein geflitzt, hat meiner Lady an ihrem Ruheplatz eine verpaßt und ist blitzartrig wieder verschwunden. . Das hat sie ziemlich erschüttert und sie ist jetzt direkt dankbar, wenn ich beim Verlassen der Wohnung, wirklich alle Ausgänge komplett schliesse. Sie ist lieber ein paar Stunden eingesperrt, als ungebetenen Besuch zu bekommen. Sobald ich im Garten bin, ist sie an meiner Seite. Es tut mir ja für sie ein wenig leid, dass sie jetzt doch so eingeschränkte Freiheit hat, aber es geht eben nicht anders.
Zur Zeit ist das Problem einigermassen gelöst. Mal sehen wie sich das über den Sommer entwickelt. Eine Katzenklappe geht mit meine Lady leider nicht. Sie kann das einfach nicht. Sie geht ja nicht mal durch einen Fliegenvorhang, wenn nicht eine Ecke irgendwie hochgeklappt und deutlich offen ist.
Jetzt muß ich auch gleich wieder los. Heute steht Picknick an der Elbe mit meinem Lieblings-Hütekind auf dem Plan. Das haben wir letzte Woche ausgemacht und das Wetter spielt mit. Das wird sicher wieder lustig. Wir haben das im letzten Jahr schon einmal gemacht. Da hat er mir auf der Wiese sitzend verkündet: „wenn ich mal tot bin, bin ich eine Biene. Dann bring ich meinen ganzen Honig nur in Dein Haus“ Das hat mich sehr gerührt und auch verwundert. . . . . was in einem Kinderkopf so vor sich geht . . . .



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