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Mein Brustkrebstagebuch Brustkrebs Tagebuch

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Ich habe seit 2006 Brustkrebs, inzwischen unheilbar . . . .
Einleitung, technisches und die Vorgeschichte findet man H I E R
Wer hier ganz neu ist und kommentieren möchte, sollte da mal reingelesen haben :)


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Hier klicken zum ersten Eintrag Okt.2006

Hier klicken zum ersten Eintrag 2007

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Hier klicken zum ersten Eintrag 2010 .

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Medizinisches:
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Wechseljahre

psych…..

Cortison/(Nebenniere)

Peritonealmetastasen/Peritonealkarzinose

Radionuklidtherapie, Ganzkörperszintigramm

Metastasen,Knochenmetastasen, Rezidiv

Narkose/Narkoseangst

Schmerztherapie / Methadon D L

Hospiz // Palliativ –Station -Pflege Erklärungen

Werbeaufreger „Uups Momente“ oder Der Beckenboden

Port/Portkatheder



Freunde sind Engel, die uns wieder auf die Beine helfen, wenn unsere Flügel vergessen haben wie man fliegt.
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Verfasst am 16.02.2017 19:49:10 Uhr
#Brustkrebs Stadium IV #metastasierter Brustkrebs #unheilbar #Nebenniereninsuffizienz #Knochenmetastasen #Lebermetastasen #Peritonealkarzinose #Lungenmetastasen #Chemotherapie, #Xeloda, #Tod
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Erledigt

Heute habe ich den Termin beim Lungenfacharzt erledigt und bin deutlich schlauer.
Nach einigen Versuchen einen entsprechenden Termin zu bekommen (sh. Eintrag v. 29.01.17) habe ich einen super guten Tipp für eine Facharztpraxis bekommen und in einem Telefonat, auch recht zügig den heutigen Termin erhalten.
Bewaffnet mit ein paar CD der letzten CT-Untersuchungen und den Befunden, habe ich mich auf den Weg, einmal quer durch die Stadt gemacht.
Die „Damen“ waren alle sehr nett und fast das gesamte Personal ist schwer erkältet. Entsprechend distanziert haben sich alle zum Glück verhalten.
Die Wartezeiten haben sich absolut im Rahmen gehalten und das Gespräch selbst, war klar, deutlich und ich bin schlauer.
Meine Lungen-Metastasen sind ungefähr so groß, wie 20 und 10 Cent-Stücke. Sie liegen so tief in der Lunge, dass sie bei einer Spieglung (Bronchoskopie) nicht zu erreichen wären. Wenn man also unbedingt eine genaue Untersuchung des Zellmateriales haben wollte, müßte eine richtige Operation gemacht werden, bei der die Lunge auch zusammenfallen würde… mit allen Konsquenzen …..wie ein mehrtägiger Krankenhausaufenthalt. Das würde man also nur machen, wenn es wirklich absolut notwendig erscheint. Das ist aber zur Zeit nicht mal annähernd der Fall. Ich konnte die Lungenaufnahmen mit auf dem Monitor anschauen und habe so zum ersten Mal, nicht statische Bilder davon sehen können. Da hat man dann doch eine völlig andere Vorstellung. Bisher hat nie jemand beschrieben, wie tief in der Lunge diese Dinger in Wirklichkeit sitzen.
Das was akutell an Therapie läuft, ist in Ordnung und da muß nichts geändert werden. Die Beschwerden sind erklär- und nachvollziehbar, erfordern jetzt aber keine weiteren Schritte.
Es werden jetzt mal noch ein paar alte Aufnahmen an die Praxis geschickt und alles nochmal ganz genau verglichen. Sollte es sich dann doch zeigen, dass weitere Schritte notwendig sein sollten, bekomme ich Bescheid. Aber damit rechne ich nicht.
Verwunderung über den doch sehr ungewöhnlichen Verlauf meiner Erkrankung, gab es natürlich auch hier wieder. Auch hier gab es von ärztlicher Seite, einen etwas verwirrrten Blick, nachdem die Unterlagen durchgesehen waren und ich dann das Zimmer betreten hatte. Daran habe ich mich gewöhnt. Ärzte die meine Befunde lesen und mich erst danach zum ersten Mal sehen, blicken eigentlich grundsätzlich mehr oder weniger verwundert. Man sieht mir einfach noch immer absolut nichts an von diesen insgesamt doch vielen harmloseren und ganz schlimmen Diagnosen und Befunden.
Ich bin auf jeden Fall froh, auch dieses Kapitel jetzt erst mal wieder abhaken zu können. Damit sind jetzt so ziemlich alle Baustellen genauestens und von Spezialisten begutachtet worden und ich kann mich wieder dem Leben und dem Alltag widmen und Krebs und Krankheit, erst mal wieder für ein paar Wochen abhaken.


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Verfasst am 10.02.2017 20:22:31 Uhr
#metastasierter Brustkrebs, #Nebenniereninsuffizienz, #Tod, #Lungenmetastasen, #Periatonealkarzinose, #Knochenmetastasen, #Xeloda, #Capecitabine, #Cortison, #Morbus Addison, #Arthrosen, #Depression
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Depression

Es ist gerade ein ganz guter Zeitpunkt, dieses Thema mal (wieder) anzusprechen. So wirklich viel oder persönliches, habe ich dazu bisher eigentlich nicht geschrieben. Dieses Thema kam zwar immer mal wieder vor, aber nicht richtig.
Ich lese zur Zeit auf sehr vielen Seiten, dass die Menschen gerade sehr mit ihren jeweiligen Depressionen zu kämpfen haben. Die dunkle und kalte Jahreszeit, macht es auf Dauer einfach noch zusätzlich schwer.

Ich lese immer mal davon dass eine Depression als „dunkle Gestalt“ bezeichnet wird. Manchmal weiblich, manchmal männlich.
Für mich ist Depression keine Gestalt die mir von außen irgendetwas antut. Die Depression ist ein Teil von mir und sitzt in mir drin. Ich kann das nicht behandeln wie einen Fremden.

Ich hatte 2005 ein recht schwere depressive Zeit. Ich war nicht selbstmordgefährdet. Ich habe nicht darüber nachgedacht mein Leben zu beenden. Dazu hätte ich nicht die Kraft gehabt. Also nicht mal zu derartigen Gedanken. Ich war nicht antriebsarm, sondern absolut antriebslos.
Ich bin dann in die psychiatrische Abteilung der Uniklinik gefahren und habe um Hilfe gebeten. Nach einem Gespräch war klar, dass es für mich sinnvoller wäre, stationär zu bleiben und das habe ich dann auch getan.
Ich habe mich selbst nicht mehr gekannt. Derart antriebslos, war ich mir selbst, völlig fremd und das mußte aufhören.
Ich habe sofort entsprechende Tabletten erhalten und eben das, was an Therapie, stationär bei einer Depression gemacht wird.
Bei mir gibt es nicht einen bestimmten Vorfall über den gesprochen werden muß. Es gibt nicht dieses eine Erlebnis das als Auslöser oder "Grund" herhalten könnte. Auch nicht mehrere solche Ereignisse (was bei anderen Menschen durchaus der Fall ist oder sein kann). Warum und weshalb ich depressiv bin und/oder wurde, ist nicht wirklich feststellbar. Auf jeden Fall war bei mir einiges an Körper-/Hirnchemie ordentlich durcheinander. Es ist klar geworden, dass ich das schon sehr, sehr lange in mir trage.
Durch die Tabletten habe ich nach etwa vier Wochen gemerkt, wie sich etwas verändert, etwas besser wird.
Es hat sich ein wenig so angefühlt, als wären da in mir Dinge eingefroren gewesen, die nun wieder auftauten. Ich habe plötzlich wieder Dinge wahrgenommen, für die ich bis dahin, so überhaupt keine Wahrnehmung mehr hatte.
Für mich am schlimmsten an der gesamten Angelegenheit war und ist die Tatsache, dass ich keine Ahnung habe, wann das angefangen hat. Ich habe es nicht gemerkt. Ich saß nur eines Tages absolut ohne jeden Antrieb in einem tiefen schwarzen Loch aus dem ich alleine nicht mehr rausgefunden habe.
Wie ich dahin gekommen bin, ist mir bis heute schleierhaft. Klar gibt es so ein paar kleinere Einzelheiten von denen ich weiß, dass sie mich mit dahin befördert haben, aber ich habe diesen Vorgang einfach nicht wirklich oder deutlich bemerkt oder gespürt.
Die Zeit in der Klinik und die Tabletten haben diesen Zustand deutlich gebessert. Nicht schlagartig, aber deutlich spürbar. Heute weiß ich ungefähr, auf was ich achten muß, was ich vermeiden sollte. Aber eben nur ungefähr. Eine gewisse Wachsamtkeit wird immer notwendig sein. Sollte sich da etwas ins negative verändern, etwas das sich nicht richtig anfühlt, werde ich mir sofort wieder Hilfe holen.

Dieser ganze Mist um Depression, hat mit meinem Krebs nichts zu tun. Die Depression war zuerst da. Aber ich habe in dieser Zeit viel über mich gelernt und das hat mir auch im Umgang mit meiner Krebserkrankung und der palliativen Situation, sehr geholfen.

Meine Depression ist eine von ganz vielen und jede Depression sieht ein wenig oder völlig anders aus. Die Unterschiedlichkeit beginnt bei den Auslösern/Ursachen, geht weiter über die Symptome und betrifft auf jeden Fall auch die Behandlung/Therapie.
Manchen Menschen merkt nicht mal das direkte Umfeld irgendetwas an. Bei Anderen, sehen es viele und können doch nichts tun. Man kann und darf Depressionen nicht miteinander vergleichen. Was dem Einen hilft, wäre für einen Anderen ganz übel.
Was keinem Betroffenen hilft sind Hobby-Psychologie und Nullachtfünfzehn Sprüche.
So Aussagen, wie „reiß Dich mal zusammen . . Du mußt unter Menschen . . geh mal an die frische Luft . . . mach mal ein wenig Sport . . jeder hat mal eine schlechte Phase. . “ sind absoluter Quark.
Eine Depression gehört auf jeden Fall in kompetente Hände. Das ist schon alleine aufgrund der Unterschiedlichkeit eigentlich ganz logisch. Ob Tabletten notwendig und sinnvoll sind, ist ebenfalls ganz unterschiedlich. Auch hier ist eigentlich logisch, dass dies nur Fachleute beurteilen und entscheiden können.
Wer so ein klein wenig in sich geht und mal versucht, sich im Ansatz so eine Situation vorzustellen, sollte das verstehen und einsehen.
Absolut wichtig ist wirklich die professionelle Hilfe. Da sieht es in Deutschland leider gerade sehr, sehr mau aus. Wer einen Therapieplatz sucht und nicht stationär bleiben muss/kann, muss wahrscheinlich Monate auf einen entsprechenden ambulanten Platz warten.
Es gibt überhaupt nur drei therapeutische Verfahren, bei welchen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten übernehmen.
Nicht jeder niedergelassene Therapeut hat auch nur eine einzige Zulassung, geschweige denn gleich alle drei. Das bedeutet, wenn man einen Therapeuten gefunden hat und der nun gerade nicht eine Zulassung für das in diesem Fall angebrachte Verfahren hat, ist man aufgeschmissen.
Wer also einen Therapieplatz/Therapeuten sucht, sollte im Vorfeld wissen, welches Verfahren das richtige wäre und dann einen Therapeuten suchen, der eine Zulassung für genau dieses Verfahren hat. Ansonsten kommen da ganz erhebliche Kosten auf den Betroffenen zu.
Das ist keine gute Situation, wie soll ein Betroffener wissen, was die einzelnen Verfahren bedeuten und welches das richtige Verfahren in diesem Fall ist ?
Man darf zwar, von der gesetzlichen Krankenkasse aus, vor einer Entscheidung für eine Therapie bei einem bestimmten Therapeuten, so und soviel Therapeuten mit je so und soviel Stunden, sozusagen „testen“. Das ist aber keine gute Lösung.
Es gibt viel, viel zuwenig Therapeuten mit den entsprechenden Kassenzulassungen. Das ist ganz schlecht. Meist weiß man im Vorfeld überhaupt nicht, welche Zulassung ein Therapeut überhaupt hat. Das ist ebenfalls nicht gut.
Es klemmt also an allen Ecken und so oft das Thema Depression nun auch schon durch die Öffentlichkeit gepeitscht wurde, es hat sich nichts geändert. Das sind fast alles gesundheitspolitische Dinge und da läuft alles mehr als schwerfällig.

Ich selbst habe keine Therapie machen müssen und mußte daher keine entsprechenden Suchen veranstalten. Mich haben der stationäre Aufenthalt, die Tabletten und die anschliessende Reha, wieder so weit hergestellt. . . und dann kam der Krebs.
Aber ich kenne viele, viele Betroffene, die da sehr am verzweifeln sind.


Ich möchte mit diesem Beitrag auf gar keinen Fall eine Diskussion über Depressionen, oder die gesundheitspolitische Lage anstossen.
Ich möchte nur ganz offen, auch über dieses Thema schreiben. Nicht mehr und nicht weniger.


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Verfasst am 30.01.2017 00:00:30 Uhr
#Brustkrebs Stadium IV, #metastasierter Brustkrebs, #Nebenniereninsuffizienz, #Knochenmetastasen, #Chemotherapie, #Lungenmetastasen, #Peritonealkarzinose, #Methadon DL, #Xeloda
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Übliches und Verwunderliches

Im Großen und Ganzen, gibt es nichts wirklich zu berichten. Der Alltag plätschert so vor sich hin. Durch die Jahreszeit, recht zäh. Langsam nervt das Wetter erheblich. Diese kalte und noch immer recht düstere Zeit, kostet mich Kraft. Was auch immer ich mache, es braucht jetzt deutlich mehr Anlauf als in der warmen und hellen Jahreszeit. Es wird zwar jetzt schon deutlich spürbar später dunkel, aber für mich noch lange nicht spät genug und die Kälte geht mir sehr auf den Zacken. Das Rollerfahren bei Minusgraden ist nicht wirklich lustig. Und wenn man so schnell und viel schwitzt, wie ich, dann ist die Kälte körperlich richtig anstrengend. Durchgeschwitze Klamotten fallen im Sommer nicht wirklich auf und fühlen sich auch nicht wirklich gut an, aber bei Temperaturen im Minusbereich, ist es richtig unangenehm.
Glücklicherweise habe ich meine Kinder- und Babytermine und da spielt selbst das keine Rolle. Kids ist so was glücklicherweise, wenn sie es überhaupt bemerken, vollkommen egal. Ich kann nur immer wieder betonen, dass die Idee, etwas mit Kindern/Babys zu machen, eine mehr als gute Idee war. In ganz vielerlei Hinsicht. Davon angefangen, überhaupt etwas sinnvolles zu tun, bis dahin, dass ich so auch in der ekeligen Jahreszeit, ganz regelmässig vor die Türe gezwungen werden. Also gezwungen klingt brutal, denn ich mache diese Termine ja selbst und völlig freiwillig. Aber ohne diese Termine, wäre es sehr schwer mich raus zu locken. Am Ende überliste ich mich ja selbst. Aber das muss eben sein.
In Sachen Magen, kann ich deutliche Verbesserung vermelden. Gesunder Appetit ist zwar etwas anderes, aber es ist mir deutlich seltener übel und ich kann wenigstens ansatzweise von normaler Ernährung sprechen.
In Sachen Lungenmetastasen, bzw. Lungenbeschwerden, kann ich noch keinerlei Fortschritt vermelden. Im Gegenteil. Da wurde ich, beim Versuch entsprechende Termine zu vereinbaren, mit Aussagen konfrontiert, die mich einfach nur den Kopf schütteln lassen.
Ich gehe davon aus, dass ein niedergelassener Lungenfacharzt mit seiner eingespielten Praxistätigkeit, mit meiner Gesamtsituation doch eher überfordert sein könnte. Daher habe ich jetzt erst mal versucht, an zwei unterschiedlichen klinischen Stellen, einen entsprechenden Termin zu vereinbaren. Das war ein Schuß in den Ofen.
Es gibt in relativer Nähe, eine der wenigen zertifizierten Spezialzentren für Lungenkrebs. Da hätte ich das Gefühl, in adäquaten und kompetenten Händen zu sein. Es ist dort aber kein Termin in einer Ambulanz zu bekommen. Ich könnte sofort einen Termin für eine stationäre Aufnahme für eine Bronchoskopie mit Probenentnahme erhalten. Aber keinen Gesprächstermin. Ich finde das reichlich verwunderlich. Eigentlich sollte man doch erst mal prüfen, ob ein Eingriff mit allen Folgekosten, wie stationäre Aufnahme, Narkose, Eingriff, etc. überhaupt angebracht sind. Aber die Aussage der Dame am Telefon war, dass die Krankenkassen es genau so vorschreiben. Ich also nur direkt stationär aufgenommen werden kann . .. was für ein Quark. Das habe ich natürlich nicht gemacht. Klar, wenn ein Arzt, nachdem er die CT-Aufnahmen gesehen hat und meine aktuellen Beschwerden kennt, entscheidet, dass genau so ein Eingriff notwendig ist, werde ich mich dem auch unterziehen. Aber ich möchte das vorher schon mal mit einem Fachmann besprechen und nicht ohne irgendeinen Arzt gesprochen zu haben, mich gleich stationör aufnehmen lassen. Exakt die gleiche Aussage habe ich auch in der ansonsten einzigen Lungenambulanz der hiesigen Krankenhäuser erhalten. In allen anderen Krankenhäusern gibt es einfach keine Abteilung in dieser Fachrichtung. Außer natürlich in der Uniklinik. Da aber das Gerichtsverfahren gegen die Uniklinik noch immer läuft, ist das keine Option für mich.
Dann gibt es auch noch eine recht große, fast Klinik artige, Praxis, aber dort wäre frühestens Ende Mai ein Termin zu bekommen.
Ich habe jetzt mal versuchsweise Kontakt mit meiner Krankenkasse aufgenommen, rechne da aber nicht wirklich mit nützlicher oder sinnvoller Unterstützung. Da wird nur wieder so eine vorgefertigte Nullachtfünfzehn, BlaBla Antwort kommen.
Jetzt werde ich mich nochmal mit meinem Onkologen kurz schliessen. In der Praxis gibt es ja sicher auch Patienten mit einem Lungenkarzinom und ich will mal anfragen, zu welchen Fachärzten die im Zweifel geschickt werden. Mal sehen ob ich auf diesem Wege weiter komme.
Ich habe aufgehört mich über derartigen Schwachsinn wirklich aufzuregen oder zu ärgern. Am Ende kostet das meine Kraft und erreichen kann ich meist nichts. Also ist es am vernünftigsten, die gemachten Telefonate abzuhaken und nach Alternativen zu suchen.
Aber wirklich verstehen kann ich diese Art Gesundheitspolitik überhaupt nicht. Warum sollte es sinnvoll sein, erst einen Eingriff zu machen und dann eventuell festzustellen, dass der ganze Aufstand nicht notwendig war. Warum sollte eine Krankenkassen genau so einen Weg vorschreiben? Am Ende entstehen da komplett überflüssige, nicht unerhebliche Kosten und es entstehen für jeden einzelnen Patienten Risiken, die auch nicht notwendig wären.
Warum sollte ich in einer Praxis Zeit verschwenden, denn ich kenne meine Krankengeschichte und die Diagnosen und weiß, dass die meisten niedergelassenen (Fach-)Ärzte damit einfach in ihren Möglichkeiten überfordert sind. Ich war ja vor einigen Jahren schon mal in solche einer Lungen-Fach-Praxis und was ich dort damals erlebt habe und mit welchen Ansagen ich dort raus bin . . . ich lache heute noch darüber. Das geht damit los, dass man direkt nach dem Betreten, von den Damen in alle möglichen Geräte gesteckt wird. Ob das überhaupt notwendig ist, wird natürlich nicht gefragt. Wer dort aufläuft, marschiert den üblichen Weg und Basta. Ich habe das damals gleich verweigert und mich natürlich wieder sehr beliebt gemacht. Tatsächlich war ich aber auch nach dem Gespräch mit dem Arzt in keinerlei Gerät, weil eben wirklich nicht notwendig oder sinnvoll. Aber ohne meine (wohl renitent wirkende) Weigerung, hätte ich da wieder etwas völlig überflüssiges mitgemacht, meine Zeit verschwendet und auch Kosten verursacht. Das erlebt man heute ja fast in allen Praxen. Da werden Untersuchungen und Tests gemacht, noch bevor man den Arzt gesehen hat. So ganz ohne irgendeinen wirklichen Grund. Einfach nur um die Geräte, die in der Praxis mal angeschafft wurden und die meist sehr viel Geld gekostet haben, auch zu nutzen. So ist das auch mit den Blutuntersuchungen. Ich lasse mir erst Blut abnehmen, nachdem ich mit einem Arzt gesprochen habe. Aber das ist absolut nicht üblich. Ich bin da eisern. Da bin ich sehr geizig mit meinem Blut. Wenn im Gespräch mit dem Arzt klar ist, er will und braucht Blutwerte, gerne, aber ich lasse mich nicht anstechen, wenn der Grund nicht geklärt wurde, nur weil irgendwelche medizinischen Fachangestellte, das meinen und für normal halten und offensichtlich sehr viele Patienten, das mit sich machen lassen. Ich will keinen Preis für Beliebtheit, sonderen kompetente medizinische Beratung und Behandlung.
Naja, wie genau es jetzt mit meiner Lungensymptomatik weiter geht, steht also noch in den Sternen. Die Symptomatik nimmt weiter zu. Noch kann ich mir ganz gut selbst helfen (ein Püster vom Onkologen, spezielle Inhalation und pflanzliche Mittelchen), aber das ist keine Dauerlösung und da muss einfach mal ein kompetenter Fachmann draufschauen . . . sagt auch der Onkologe.
Ich habe ganz regelmässig Infektionen und bin mir sicher, dass da ein Bereich nicht mehr ordentlich belüftet wird (vermutlich durch eine der Metastasen).
Ich habe keine Erkältungen oder grippale Infekte. Nur isolierte Infektionen in der Lunge. Noch ohne Fieber und ohne massive Einschränkung der Sauerstoffversorgung. Aber da ein Fortschreiten zu beobachten ist, würde ich gerne vor einer „schlimmen“ Situation, etwas vernünftiges tun. Darauf, igendwann mal notfallmässig mit Sauerstoffproblemen in eine Klinik gekarrt zu werden, ist genau das, was ich vermeiden möchte. Aber ganz sicher nicht dadurch, dass ich mich unbesehen und nicht begründet, einem Eingriff unterziehe. Davon, dass so ein Eingriff auch nicht gerade eine Wellnessangelegenheit ist, spreche ich noch gar nicht.

Daran dass nie wirklich Ruhe ist, habe ich mich irgendwie gewöhnt. Irgendwas ist immer. Wenn mal gerade gesundheitlich nichts ist, dann eben anderes.
So hatte ich hier mal wieder eine Rohrverstopfung. Wer schon länger bei mir liest, weiß, dass dies auch schon fast gewöhnlich ist. Obwohl die letzte Verstopfung dieser Art ja zu erheblichen Problemen und viel ekeliger Sauerei geführt hat, hat der Vermieter, das Problem noch nicht grundsätzlich gelöst. Diesmal war jetzt lediglich die Pause zwischen den letzten beiden Schweinereien etwas größer.
Glücklicherweise kamen diesmal die Herren der Rohrreinigung wieder sehr schnell und konnten die Katastrophe verhindern. Die Herren waren fünf Stunden zu zweit hier beschäftigt. Jetzt gibt es Fotos von den alten und dekfekt Rohren, vor und nach der Reinigung durch die Fachmänner. Hier liegen noch überall diese alten Ton-Rohre. Überall sieht man Risse und Wurzeln und es ist klar, dass diese Verstopfung immer wieder auftreteten wird. Die Herren haben jetzt einen Bericht mit klaren Empfehlungen geschrieben und die Fotos mitgeschickt. Mal sehen, ob die Vermieter nun endlich das Problem grundsätzlich angehen. Teuer genug sollte dieser Einsatz gewesen sein.
Ich auf jeden Fall war mal wieder reichlich genervt. Diese Stinkerei in der Bude ist einfach nur ätzend. Dass so eine Angelegenheit für mich auch gesundheitlich nicht ohne Risiken ist, ist dem Vermieter natürlich egal.
Also auch hier, am Ende, alles beim Alten.

Auf jeden Fall gibt es keine Zeit für Langeweile. Aber das schützt mich ja auch irgendwie vor einer erneuten Depression. Also am Ende, wieder alles im grünen Bereich.




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Verfasst am 14.01.2017 17:44:19 Uhr
#metastasierter Brustkrebs #Nebenniereninsuffizienz #Tod #Lungenmetastasen #Periatonealkarzinose #Knochenmetastasen #Xeloda #Capecitabine #Cortison #Morbus Addison #Arthrosen #Gastroskopie #Magenspiegelung

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Magenspiegelung/Gastroskopie

Ich habe es hinter mir und es ist gut gelaufen. In jeder Hisicht.
Von der Spiegelung selbst, habe ich rein gar nichts mitbekommen. Als ich wieder wach war, war ich bereits „entnadelt“ und hatte den fertigen Arztbrief auf dem Nachtisch. Es gab keinerlei Nachwirkungen. Klar war ich den rest des Tages ein wenig müde und habe einen ausgedehnten Mittagsschlaf gemacht, aber das war es dann auch schon.
Das Ergebnis ist eine ausgedehnte und ausgeprägte Magenschleimhautentzündung und ein extrem verzögerter Abtransport des Mageninhaltes. Auf jeden Fall nix krebsiges weit und breit. Jetzt bekomme ich ein paar Medis zusätzlich und dann kann ich auch dieses Kapitel einfach wieder vergessen. Selbstverständlich gibt es ganze Menge an Erklärungen, woher und warum ich das jetzt habe. Am Ende ist das völlig unwichtig. Es wird behandelt, verschwindet wieder und ich weiß nun, woran ich mit diesem Magenproblemen bin. Da hätte jetzt auch ein dickes fettes Geschwür sein können, in Zusammenhang mit dem Brustkrebs oder auch nicht . . . das wären dann ganz andere Aussichten. Also alles gut. Diese Schleimhautentzündung ist keine Überraschung und sehr gut therapierbar. Ebenso gut erklärlich ist das Abtransportproblem und auch das ist gut zu behandeln.
Organisatorisch ist auch alles gut gelaufen und der Umgang mit mir als Patientin war völlig in Ordnung. Nix zu meckern. Meine Entscheidung, die Spiegelung dort machen zu lassen, war richtig. Das Ergebnis könnte auch nicht wirklich viel besser sein.
Also auf zur nächsten Baustelle.


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Verfasst am 27.12.2016 16:54:22 Uhr
#metastasierter Brustkrebs, #Chemotherapie, #Nebenniereninsuffizienz, #Lungenmetastasen, #Peritonealkarzinose, #Knochenmetastasen, #Tod
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Probleme/Termine abarbeiten

Der erste Termin in Sachen Magen, ist gut gelaufen. Ich hatte nach dem Gespräch mit dem Onkologen einen Termin in der entsprechenden Ambulanz eines Krankehauses gemacht. Es macht keinen Sinn, mit den vorliegenden Symptomen, in eine Praxis zu tippeln, denn wenn da irgendetwas gefunden wird, das weitere Aktionen verlangt, werde ich eh in eine Klinik weitergeschickt. Also spare ich mir diesen Schritt.
Ich hatte den Termin in dem gleichen Krankenhaus, in welchem ich meinen Stent losgeworden bin. Ich habe mich dort bei den Urologen sehr gut aufgehoben gefühlt und in den von mir besuchten Abteilungen ist alles gut gelaufen. Also lag es jetzt nahe, in Sachen Magen, in die gleiche Klinik zu gehen. Eine gute Abteilung ist zwar keine Garantie, aber es ist einen Versuch wert.
Mir ist nun seit einigen Wochen immer wieder speiübel. Über viele Stunden. An manchen Tagen fast ständig, an anderen Tagen überhaupt nicht. Ich konnte mit ein wenig rumbasteln an der laufenden Therapie ein wenig Besserung erreichen, aber nicht nachhaltig. Außerdem habe ich immer mal wieder richtig Magenschmerzen, ziemlich auf einem Punkt. Aber auch nicht ständig und immer. Manche Bissen machen beim Weg in den Magen, Schmerzen. Nicht schlimm und auch nicht immer, aber eben auch nicht normal. Insgesamt nun doch so ständig und nachhaltig, dass man, gerade auch mit dem Lymphknoten im CT („Lymphknnoten li. lateral des Truncus coeliacus mit imhomogener KM-Aufnahme“) jetzt mal nachsehen lassen muss. Lieber ein wenig früher als spöter, wobei ich eh schon eine ganze Zeit mit den Symptomen rumbastel. Nach dem Gespräch mit dem Onkologen, war es jetzt also echt an der Zeit, das mal mit Fachmännern anzugehen.
Eine Wartezeit war nicht vorhanden, was ich immer wieder absolut begeisternd finde. Der Arzt mit dem ich zu tun hatte, hat aufmerksam zugehört, Notizen gemacht und Fragen gestellt. Er hat sofort die gesamte Situation erfaßt und ich musste mal gar nicht viel erklären.
Jetzt habe ich einen Termin für eine etwas erweiterte Magenspiegelung bekommen. Das bedeutet, es wird nicht nur mit einer Kamera in meinen Magen gesehen, es wird vor Ort, gleich noch ein Ultraschall der dann ja direkt anliegenden Organe gemacht. Das bedeutet, man hat vom Magen aus, per Ultraschall eine sehr gute Sicht auf Leber und Bauchspeicheldrüse. Man kann diese anliegenden Organe viel besser als bei CT oder Ultraschall von außen sehen und beurteilen. Sollten meine aktuellen Probleme also auch, oder nur mit einem dieser Organe zu tun haben, könnte man bei Bedarf, gleich auch entsprechende Proben entnehmen. Im letzten CT war ja ein Lymphknoten im Bauchraum aufgefallen. Dieser Lymphknoten könnte der Hinweis darauf sein, dass eben in genau dem Bereich, Magen, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse und Leber, etwas vor sich geht. Da dieser Lymphknoten in den vorangegangenen CT nicht aufgefallen ist und meine Symptome ja auch noch recht neu sind, spricht das alles für einen Zusammenhang.
Also macht es Sinn, jetzt nicht einfach nur eine nullachtfünfzehn Magenspiegelung zu machen, sondern den Vorteil, sehr in der Nähe der in Frage kommenden Organe zu sein, auch noch zu nutzen.
Am Ende ist mir völlig egal was raus kommt. Ich wäre ganz froh, wenn man eine schlüssige Ursache für meine neuen Symptome findet und einen nicht allzu aufwendigen Weg, mir diese zu nehmen. Es wäre ganz schön, wenn an der grundsätzlichen Therapie nicht rumgemacht werden muss und ich einfach nur ein paar Pillen oder Tropfen oder sonst was, zusätzlich bekomme. Wenn es nicht so ist, dann ist das eben so. Ändern kann ich das eh nicht. Ich kann nur wieder versuchen, wenn es dann Klarheit über Auslöser gibt, meinen Kopf durch zu setzen. Ganz egal was da rauskommt. Es wird mir kein Port mehr eingebaut und daher gibt es auch keine entsprechende Chemo. Völlig egal wer, was dazu sagt oder meint. Das gilt auch für die Lungensache, die danach ansteht.
Ich habe das Gefühl, bei diesen Magenleuten in guten Händen zu sein und der Rest wird sich zeigen. Wie gesagt, ich bin entspannt, will einfach nur Klarheit und nach Möglichkeit die Symptome wieder los werden. Wenn das nicht möglich ist, werde ich neu nachdenken.
Der Termin ist in gut zwei Wochen. Die Spieglung wird ambulant gemacht und es gibt keine richtige Narkose, sondern nur einen leichten Dämmerschlaf. Nicht pralle, aber geht auch vorbei. Ich hatte vor vielen, vielen Jahren schon mal eine Magenspiegelung, damals allerdings ohne irgendwelchen Schlaf- oder Betäubungskram. So schlimm, wird es also nicht wieder werden. Wahrscheinlich.
Sobald das dann alles geklärt ist, steht die Klärung der Lungenprobleme an. Aber schön Eins nach dem Anderen.

Jetzt kommen erst mal noch ein paar Kinder/Baby-Termine, dann wieder ein paar ruhige Tage und dann ist erst mal der Magen dran.

Allen die den Jahreswechsel feiern, wünsche ich viel Spass.
Ich hoffe, dieses Jahr läuft das gesamte und gemeinschaftliche Feiern etwas leiser und weniger ausfällig ab. Ich bin da zwar nicht wirklich optimistisch, aber ich würde es mir wünschen. Für Diejenigen die gerne in Gruppen, draussen und zusammen feiern, wäre es schön, wenn das etwas entspannter ablaufen könnte. Auch wenn ich selbst damit so gar nichts anfangen kann, habe ich doch viel Verständnis, für andere Sichtweisen.
Diese in meinen Augen komplett schwachsinnige Rumballerei, hat heute schon angenfangen. Meine Katzenlady fällt da vor Schreck jedes Mal fast von Ihrer Schlafplattform auf ihrem neuen Kletter- und Kratzbaum. Ich bekomme dann immer vorwurfsvolle Blicke, als ob ich diese Knallerei abstellen könnte. Leider kann ich ihr da nicht helfen. Das wird erfahrungsgemäss in den nächsten Tagen noch zunehmen. Ich finde es irgendwie auch verwunderlich, wieviele Menschen dann doch so viel Geld haben, dass sie es ohne Probleme, so deutlich sicht- und hörbar verbrennen. Die Idee, seine Leiche (also die Asche ! ) in ein Feuerwerk packen zu lassen, finde ich hingegen irgendwie witzig. Da kann man es dann ein letztes Mal, richtig knallen lassen. Für mich wäre das allerdings keine Option.


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